Der Artikel analysiert die historische Entwicklung und gegenwärtigen Praktiken der islamischen Religionspädagogik (IRE) in Indonesien anhand einer qualitativen Methodik basierend auf Dokumentenanalyse und Literatursynthese. Die Studie zeigt, dass IRE durch mehrere Phasen evolviert ist: Vorkolonialzeit, Kolonialzeit, Post-Unabhängigkeit, Neue Ordnung und Reformasi-Ära. Wichtige Meilensteine umfassen die formale Anerkennung von Madrasahs (islamischen Schulen), die Integration von Religionsunterricht in öffentliche Schulen und die Etablierung islamischer Hochschulinstitutionen. Theoretische Rahmenwerke zur Modernisierung der Bildung und Religionspädagogik unterstützen die Analyse mit Fokus auf die Balance zwischen Tradition und Innovation. Die Erkenntnisse zeigen, dass IRE erfolgreich religiöses und allgemeines Wissen integriert, Curricula an globale Herausforderungen angepasst und religiöse Mäßigung (Wasathiyah) gefördert hat. Zentrale Herausforderungen für die islamische Hochschulbildung umfassen Curriculumrelevanz, Technologiebeherrschung, Wettbewerb mit öffentlichen Universitäten, Prävention von Radikalismus, Verbesserung der Lehrqualität, Finanzierung und die Balance zwischen Globalisierung und islamischer Identität. Der Artikel formuliert strategische Empfehlungen zur Verbesserung der Lehrerprofessionalität, Curriculumrelevanz, Technologieintegration und Religionsmäßigung. Die Studie unterstreicht die strategische Rolle der IRE für die Gestaltung einer moralisch und intellektuell kompetenten Generation in Indonesien.