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Religionspädagogische BeiträgeLinda Caggegi

Religionspädagogische Beiträge,

Linda Caggegi

Engelvorstellungen als zentraler Aspekt im Gottesbild von Grundschüler/innen

Veröffentlichung:1.5.2019

Der Artikel untersucht empirisch die Engelvorstellungen von Grundschüler/innen in Deutschland und deren Bedeutung für das Gottesbild von Kindern. Durch eine kombinierte quantitativ-qualitative Methodik werden subjektive Engelvorstellungen ermittelt und zu Idealtypien verdichtet, um daraus religionspädagogisch-didaktische Konsequenzen für eine Theologie mit Kindern abzuleiten.

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Linda Caggegi untersucht in ihrer empirischen Studie die zentrale These, dass Engelvorstellungen einen wesentlichen Aspekt des Gottesbildes von Grundschüler/innen darstellen. Der Artikel motiviert diese Forschung dadurch, dass Kinder aufgrund ihrer Entwicklung nach Konkretheit, Greifbarkeit und Sichtbarkeit verlangen, während Gott als ungreifbar und unsichtbar gilt. Engel erfüllen dabei entwicklungspsychologisch und kompensatorisch eine wichtige Funktion für die kindliche Religiosität. Das Forschungsdesiderat besteht darin, dass bislang umfassende qualitative Studien zu Engelvorstellungen bei Grundschüler/innen fehlen, während Gottesvorstellungen, Schöpfungsglaube und Christologie bereits im Fokus kindertheologischer Untersuchungen standen. Die Studie verfolgt zwei Ziele: erstens die empirische Rekonstruktion idealtypischer Angelologien von Grundschüler/innen; zweitens die Konzeption einer Theologie für Kinder, die Engelvorstellungen mit bibel-theologischen und systematischen Aussagen kontrastiert. Methodisch kombiniert die Studie quantitative und qualitative Verfahren. Im ersten Schritt wird durch eine Klumpen-Stichprobe eine quantitative Befragung durchgeführt, um zu ermitteln, wie viele Grundschüler/innen in Deutschland an Engel glauben. Die Daten werden mit SPSS ausgewertet. Im zweiten Schritt erfolgen leitfadengestützte narrative Interviews mit Kindern, um ihre subjektiven Engelvorstellungen zu erfassen. Dabei werden in einer ersten Phase offene Impulse gegeben, in einer zweiten Phase vertiefende Nachfragen gestellt. Die wichtigste Analysemethode ist die Typenbildung mit dem Ziel, aus individuellen Einzeldaten verallgemeinerbare Erkenntnisse zu gewinnen. Die Software MAXQDA unterstützt diese Idealtypus-Bildung. Der Artikel positioniert sich damit im Kontext der Kindertheologie und hofft, einen Beitrag zur unterrichtspraktischen Umsetzung des kindertheologischen Ansatzes zu leisten.

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