Christentum und Kirche erleben in Deutschland gegenwärtig auf verschiedenen Ebenen Schrumpfungsprozesse. Im Kontrast dazu prägen Kirchenbauten Städte, Dörfer und Landschaften. Angesichts dieser religiösen Situation stellt sich die Frage, welche Bedeutungen die in der Mitte des öffentlichen Raums befindlichen Sakralbauten für die Bevölkerung haben, vor allem aber, welche religiösen Gehalte ihnen zugeschrieben werden. Der Aufsatz geht diesen Fragestellungen zuerst in theologischer Hinsicht nach, führt empirische Befunde dazu an und setzt diese Perspektiven ins Verhältnis mit Aspekten der gegenwärtigen religiösen Situation. Schließlich werden Wege für eine theologische Interpretation aufgezeigt.1 Am Abend von Montag, dem