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WiReLex | Deutsche Bibel GesellschaftHanna Roose

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Hanna Roose

Bergpredigt Mt 57 bibeldidaktisch Primarstufe

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Artikel untersucht die Bergpredigt (Mt 5–7) als bibeldidaktisches Thema für die Grundschule. Hanna Roose zeigt, dass diese komplexe Rede trotz ihrer theologischen Tiefendimensionen (Eschatologie, Ethik, Christologie) unmittelbare Anknüpfungspunkte für Kinder bietet – etwa in den Seligpreisungen, dem Gebet oder provokanten Antithesen. Sie analysiert theologische Spannungsfelder der Auslegungsgeschichte (Weisheit vs. Apokalyptik, Zuspruch vs. Anspruch) und leitet daraus sieben zentrale didaktische Entscheidungsfelder ab: Moralerziehung oder ethische Bildung, Feldrede oder Bergpredigt, Einzelverse oder Gesamtrede, Umgang mit Gerichtsvorstellung, Verhältnis von Zuspruch und Anspruch, eschatologische Deutung sowie Kontextualisierung. Roose plädiert für bewusste Unterrichtsentscheidungen, die beide Zugangswege – existentiellen und historisch-kontextuellen – würdigen.

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Der Artikel von Hanna Roose erschließt die Bergpredigt (Mt 5–7) aus bibeldidaktischer Perspektive für die Primarstufe. Ausgehend von einem Gesprächsprotokoll mit einer Achtjährigen, die spontan auf die Forderung „halte auch die andere Backe hin" reagiert, wird gezeigt, dass schon Grundschulkinder zu einer reflektierten Auseinandersetzung mit ethisch anspruchsvollen Bibeltexten fähig sind. Der Artikel entfaltet zunächst die lebensweltlichen Anknüpfungspunkte der Bergpredigt – Seligpreisungen, Vaterunser, Goldene Regel, Antithesen – und klärt dann die wesentlichen exegetischen Spannungsfelder: zwischen Weisheit und Apokalyptik, zwischen Zuspruch und Anspruch, zwischen einer ethischen und einer christologischen Deutung der „besseren Gerechtigkeit" sowie zwischen universalem und partikularistischem Geltungsanspruch. Im didaktischen Hauptteil werden sieben Entscheidungsfelder für den Unterricht systematisch durchgespielt: die Wahl zwischen Bergpredigt und Feldrede, die Frage nach Einzelversen oder der Gesamtstruktur, der Umgang mit der Gerichtsvorstellung, die Gewichtung von Zuspruch und Anspruch, die eschatologische Rahmung ethischer Forderungen sowie die Frage, ob die Seligpreisungen explizit als Jesusworte eingebettet werden sollen. Durchgängig verbindet der Artikel exegetische Sorgfalt mit praktischen Unterrichtsszenarien und plädiert für eine bibeldidaktisch verantwortete Auswahl, die weder dem Text noch den Kindern etwas schuldig bleibt.

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