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WiReLex | Deutsche Bibel GesellschaftThomas Heller

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Thomas Heller

Bergpredigt Mt 57 bibeldidaktisch Sekundarstufe

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Artikel behandelt die Bergpredigt (Mt 5-7) als zentralen Text des Christentums und analysiert deren didaktische Vermittlung in der Sekundarstufe. Er zeigt auf, dass die radikale Ethik der Bergpredigt für moderne Jugendliche zunächst fremd wirkt, obwohl sie sich nach Gerechtigkeit sehnen und mit analogen Inhalten aus der Populärkultur vertraut sind. Der Autor erläutert die Struktur und theologische Bedeutung der Bergpredigt im Matthäusevangelium und diskutiert, wie sie zu religiösen Bildungsprozessen beitragen kann, ohne die Schüler zu überfordern oder den Text zu verfälschen.

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Die Bergpredigt (Mt 5-7) nimmt im Christentum eine herausragende Stellung ein und wird durch ihre radikal-ethischen Forderungen (Besitz- und Gewaltverzicht, Nächsten- und Feindesliebe) geprägt. Im Religionsunterricht der Sekundarstufe stellt dies jedoch eine Herausforderung dar, da die heutige pragmatische Generation von Schülern diese Radikalität zunächst als weltfremd und unrealistisch ablehnt. Gleichzeitig sind ihnen die Themen der Bergpredigt durch Populärkultur (Filme, Musik) sowie eigene Ungerechtigkeitserfahrungen bekannt, was einen Anknüpfungspunkt bietet. Die Bergpredigt ist die erste von sechs großen Reden im Matthäusevangelium und richtet sich an Nachfolger wie an das gesamte Volk. Sie gliedert sich in Einleitung mit Seligpreisungen und Bildwörtern, einen ersten Hauptteil mit Antithesen zur Tora und einen zweiten Hauptteil mit konkreten Forderungen (Almosen, Beten, Fasten, Besitz), abgeschlossen durch die Parabel der beiden Hausbauer. Matthäus hat dieses Material aus der Logienquelle Q mit Sondergut und redaktionellen Überarbeitungen zu einem theologischen Programm verdichtet. Die didaktische Herausforderung besteht darin, die Kontrafaktizität der Bergpredigt anzuerkennen und sie trotzdem als Impuls für religiöse Bildung zu nutzen, indem man Schülererfahrungen von Ungerechtigkeit ernst nimmt und den Gottesbezug nicht isoliert darstellt.

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