Dietrich Bonhoeffer (1906–1945) ist eine zentrale Figur in deutschen Lehrplänen und Schulnamen, wobei er vielen Schülerinnen und Schülern durch seine Gedichte, theologischen Werke und seinen Widerstand gegen Hitler bekannt ist. Der Artikel skizziert Bonhoeffers Biografie als Sohn einer prominenten, im NS-Widerstand aktiven Familie und dokumentiert seinen akademischen Werdegang von der Promotion (Sanctorum Communio, 1927) über die Habilitation (Akt und Sein, 1930) bis zur Ordination als Pfarrer 1931. Von Beginn an widersetzte sich Bonhoeffer der Nazi-Diktatur und deren antisemitischer Politik, was sich in frühen Schriften wie "Die Kirche vor der Judenfrage" (1933) manifestiert, wo er forderte, dass die Kirche "dem Rad selbst in die Speichen fallen" muss, wenn der Staat Recht und Ordnung verletzt. Seine Arbeit in der Bekennenden Kirche, insbesondere die Leitung des illegalen Predigerseminars in Finkenwalde (1935–1937), und seine theologisch produktive Phase ("Nachfolge" 1937, "Gemeinsames Leben" 1939) prägen sein Wirken. Bonhoeffer verband theologische Reflexion mit praktischem Engagement für Gerechtigkeit und Menschenrechte und arbeitete schließlich aktiv im Widerstand gegen Hitler mit, was zu seiner Verhaftung 1943, Inhaftierung und schließlich Hinrichtung am 9.4.1945 führte. Seine Theologie der "Nachfolge" und die Konzeption der Kirche als "Christus als Gemeinde existierend" bleiben zentral für sein Vermächtnis. Der Artikel reflektiert auch die pädagogische Relevanz Bonhoeffers für religiöse Bildung, wobei die Frage nach seiner Bedeutung "für uns heute" und die angemessene Vermittlung in Schulen offenbleibt.