Die Katholische Erwachsenenbildung Deutschland (KEB Deutschland) ist eine 1957 gegründete Dachorganisation, die sich 2013 umbenannte und katholische Erwachsenenbildungswerke bundesweit vertritt. Die KEB Deutschland organisiert 58 Mitglieder mit rund 575 Einrichtungen und ist die zweitgrößte sowie größte nichtkommunale Anbieterin allgemeiner Erwachsenenbildung in Deutschland. Ihr Selbstverständnis basiert auf ganzheitlicher, wertorientierter und inklusiver Bildung, die Menschen in persönlichen, beruflichen, gesellschaftlichen und politischen Bereichen begleitet und ist grundsätzlich religionsunabhängig offen für alle. Die Organisationsstruktur gliedert sich in drei Mitgliedergruppen: Landesarbeitsgemeinschaften, Bischöfliche Beauftragte und Katholische Bundesorganisationen mit vielfältigen Rechtsformen wie Vereinen, gGmbHs oder Körperschaften des Öffentlichen Rechts. Charakteristisch ist das starke ehrenamtliche Engagement mit nur 6,3% hauptamtlichem Personal, 20,5% ehrenamtlich und etwa 73% nebenberuflich Tätigen, das die Flächendeckung ermöglicht. 2019 erreichte die KEB Deutschland mit 146.691 Veranstaltungen knapp 3,1 Millionen Teilnehmende, wobei Religion/Ethik das drittstärkste Sachgebiet mit ca. 25.919 Veranstaltungen darstellt. Das Angebot ist lebensweltorientiert und umfasst religiöse Grundlagenbildung, Diskursräume über kontroverse Themen wie sexuelle Gewalt und Geschlechteridentität sowie Qualifizierungen. Die KEB versteht sich als Ort kritischen Bewusstseins und Unterscheidungsfähigkeit und bietet neben ökumenischen Formaten zunehmend interreligiöse Angebote, insbesondere jüdisch-christliche und christlich-muslimische Kooperationen sowie religionssensible Fortbildungen.