Der Artikel erläutert etymologische Wurzeln und biblische Verwendung des Begriffs Katechese (vom griechischen katechein = entgegen tönen) im Unterschied zur allgemeineren Bezeichnung Didache. Katechese wird als Sammelbegriff für verschiedene Formen christlicher Unterweisung definiert, insbesondere die Vorbereitung auf Sakramente und Glaubenserneuerung. Katechumenat bezeichnet den auf die Taufe vorbereitenden Lernprozess, bei dem Katecheten Lernprozesse anleiten. Im deutschsprachigen Raum ersetzt der Begriff Religionspädagogik zunehmend Katechese und Katechetik, während dies im katholischen und internationalen Kontext weniger der Fall ist. Katechetik als Wissenschaft reflektiert diese religiösen Lernprozesse theoretisch. Der Artikel zeigt die historische Entwicklung von den frühen Kirchenvätern über das Mittelalter bis zur Reformation, wo Katechismen und Schulunterricht entstanden. Seit den 1970er Jahren differenziert man stärker zwischen schulischem Religionsunterricht und gemeindlichem Lernen. Gemäß katholischem Verständnis ist Katechese ein integraler Bestandteil der Evangelisierung nach der Erstverkündigung und dient der Vertiefung im Glauben. Als Lehr-Lernprozess erfolgt Katechese im persönlichen Kontakt und in der Gemeinschaft und ist ein Grundvollzug der Gottesbeziehung. Die christliche Gemeinde ist der zentrale Lernort und primäre Träger katechetischer Aufgaben, insbesondere bei der Vorbereitung auf Sakramente wie Erstkommunion und Firmung.