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WiReLex | Deutsche Bibel GesellschaftSabine Pemsel-Maier

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Sabine Pemsel-Maier

Konfessionen

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Artikel behandelt den Begriff 'Konfession' in seiner Begriffsgeschichte und aktuellen Bedeutung für Theologie und Religionspädagogik. Konfessionen werden verstanden als unterschiedliche Gestalten gelebten christlichen Glaubens, die sich in Liturgie, Frömmigkeitsformen und kirchlichen Strukturen ausdrücken. Der Autor betont, dass Konfessionen nicht trennend wirken müssen, sondern im Sinne der Ökumene als Ausdruck einer vielfältigen christlichen Einheit verstanden werden können. Der Artikel untersucht zudem, wie Schüler verschiedener Altersgruppen konfessionelle Identität entwickeln und welche Bedeutung konfessionelle Differenzierung für den Religionsunterricht hat.

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Der Artikel von Sabine Pemsel-Maier analysiert den Begriff 'Konfession' in seiner historischen Entwicklung und gegenwärtigen Relevanz für die Religionspädagogik. Ausgehend von der Begriffsgeschichte (confessio = Bekenntnis) zeigt der Autor, wie sich die Begriffe 'evangelisch', 'katholisch' und 'orthodox' durch Kirchenspaltungen vom ursprünglichen Sinne zu Konfessionsbezeichnungen entwickelt haben. Zentral ist die These, dass Konfessionen nicht primär Abgrenzungen darstellen, sondern konkrete Gestalten gelebten christlichen Glaubens in ihrer Vielfalt (Liturgie, Frömmigkeitsformen, Kirchenraum, Rituale). Der Artikel betont die Spannung zwischen konfessioneller Differenzierung und zugrunde liegender christlicher Einheit: Konfessionelle Identität existiert nicht ohne die christliche Identität und umgekehrt. Im Sinne der Ökumene wird 'Einheit in Vielfalt' als Ziel definiert, wobei Konfessionen nicht überwunden, sondern bewahrt werden sollen. Die Typisierung konfessioneller Merkmale (z.B. katholische Verleiblichung vs. evangelisches solus-Prinzip) wird als heuristisch wertvoll, aber problematisch kritisiert, da sie Binnendifferenzierungen überlagern kann. Empirische Befunde zeigen, dass Schüler in Deutschland konfessionelle Unterschiede erleben, ohne dabei ein explizites Konfessionsbewusstsein zu entwickeln. Der Artikel argumentiert für den Mehrwert konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts, der sowohl Konfessionalität als auch ökumenische Offenheit fördert.

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