Der Artikel behandelt Kulturpädagogik, Kulturelle Bildung und Arts education als verwandte Konzepte zur Vermittlung von Kultur an neue Generationen. Nach einer umfassenden Definition von Kultur werden die historischen Ursprünge bewusster kultureller Erziehung bei Friedrich Schiller und der geisteswissenschaftlichen Pädagogik verortet. Die Kulturpädagogik der 1970er Jahre entstieg als außerschulische Bewegung in Abgrenzung zu formalen Bildungsinstitutionen, während Kulturelle Bildung seit den 2000er Jahren Schule und außerschulische Angebote vernetzt. Der Autor beschreibt die Integration von Künstlern in Schulen und neue Kooperationsmodelle zwischen Bildungsträgern, Kirchen und Vereinen. Als Gegenstände kultureller Bildung werden bildende Kunst, Literatur, Theater, Musik, Tanz, Film, Architektur und Medien aufgeführt. Der Text analysiert verschiedene internationale Diskurse über kulturelle Bildung, darunter ökonomische, erbschafts- und vielfaltsbasierte Ansätze. Kulturelle Bildung wird als ganzheitlicher Ansatz verstanden, der Kreativität entfaltet, Wahrnehmung erweitert und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Die Kirchen als Bildungsträger mussten ihre Konzepte neu entwickeln, da kulturelle Bildung zunehmend in Schulen implementiert wurde.