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IRP Freiburg

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Theodizee und Umgang mit Leid im Islam

Veröffentlichung:1.1.2023

Der Fachartikel behandelt auf etwa 2 Seiten (S. 19–20) zentrale theologische Probleme wie die Frage nach der Vereinbarkeit von Gottes Barmherzigkeit und Gerechtigkeit mit dem Leid in der Welt, den Sinn von Leid im menschlichen Leben sowie die Rolle von göttlicher Allmacht und menschlicher Verantwortung. Zudem wird thematisiert, wie Gläubige trotz Leid an Gott glauben können.

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Der Artikel setzt sich mit der Theodizeefrage aus islamischer Perspektive auseinander und untersucht, wie Leid und Gottesbild miteinander vereinbart werden können. Ausgangspunkt ist die Erfahrung, dass Menschen Leid verstehen wollen, dabei jedoch an Grenzen stoßen, wenn sie versuchen, das Leid mit einem gerechten und barmherzigen Gott in Einklang zu bringen. Besonders in monotheistischen Religionen stellt sich diese Frage intensiv, da hier ein einziger Gott für alles verantwortlich gedacht wird.

Im Koran wird Gott als allwissend, gerecht und barmherzig beschrieben. Daraus folgt, dass Gott den Menschen kein Unrecht zufügt. Statt die Rechtfertigung Gottes in den Mittelpunkt zu stellen, richtet sich der Blick im Islam stärker auf den Sinn des Leidens für den Menschen. Leid wird als Teil eines göttlichen Plans verstanden, der letztlich dem Wohl des Menschen dient, auch wenn dieser Sinn für den Menschen oft nicht erkennbar ist.

Leid kann im Islam verschiedene Bedeutungen haben. Es kann als Prüfung verstanden werden, durch die der Glaube, die Geduld und die Aufrichtigkeit eines Menschen getestet werden. Ebenso kann es als Ermahnung oder als Folge falschen Handelns interpretiert werden. Darüber hinaus kann Leid zur Läuterung dienen und dem Menschen helfen, sich Gott wieder zuzuwenden. Auch scheinbar positive Dinge wie Wohlstand können als Prüfung oder sogar als Form von Leid verstanden werden.

Der Mensch wird im Koran als grundsätzlich gut geschaffen beschrieben und erhält eine besondere Stellung in der Schöpfung. Er trägt Verantwortung für sein Handeln und ist dazu aufgefordert, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Gleichzeitig wird betont, dass Gott den Menschen nicht überfordert und nur so viel Leid zumutet, wie er tragen kann.

Eine zentrale Haltung im Umgang mit Leid ist die Geduld. Sie gilt als wichtige Tugend, durch die der Mensch Prüfungen bestehen und spirituell wachsen kann. Gebet und Vertrauen auf Gott helfen dabei, Leid zu bewältigen. Das Leben wird als eine Art Bewährungsphase verstanden, in der sich der Mensch auf das Jenseits vorbereitet.

Grundsätzlich wird betont, dass der Mensch den Sinn des Leidens nicht vollständig verstehen kann. Der Versuch, Leid vollständig rational zu erklären, wird kritisch gesehen, da dies die göttliche Weisheit infrage stellen könnte. Stattdessen sollen Gläubige Leid im Vertrauen auf Gottes Gerechtigkeit und Barmherzigkeit annehmen.

Zusammenfassend versteht der Artikel Leid im Islam als sinnhaft, auch wenn dieser Sinn dem Menschen verborgen bleibt. Leid ist Teil der göttlichen Ordnung, dient der Prüfung und Entwicklung des Menschen und fordert eine Haltung von Geduld, Vertrauen und Hingabe gegenüber Gott.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.4 Vom Tod zum Leben. Leiden, Kreuz und Auferstehung.

Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.4 Theodizeefrage – ist der Glaube an einen allmächtigen und gütigen Gott (noch) möglich?.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8.2 Einsamkeit, Trennung und Tod: Gefährdungen des Lebens – Erlösung im Glauben.

Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 3. Das Leid und die Frage nach Gott.

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