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Sketch Bibel

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Tempelreinigung | Joh 2,13-25 | Sketch-Bibel #57

Veröffentlichung:4.3.2021

Darf der das?! Das fragen sich viele Menschen, die von der sog. Tempelreinigung lesen. Denn Jesus wird hier regelrecht handgreiflich… Das passt doch so gar nicht in unser Jesus-Bild, oder? Die Erzählung von der Tempelreinigung findet sich in allen vier Evangelien. Es fällt allerdings auf, dass sie bei Johannes gleich zu Beginn angeordnet ist, nicht, wie bei Markus, Matthäus und Lukas, erst zum Ende des Wirkens Jesu hin. Der Verfasser des Johannesevangeliums scheint also ganz bewusst die Konfrontation Jesu mit der jüdischen Glaubenspraxis seiner Zeit in den Vordergrund zu stellen. Denn hier geht es ums Ganze: eine fundamentale Kritik an Tempel- und Opferkult.

Das Video behandelt die sogenannte Tempelreinigung Jesu thematisiert, wie sie unter anderem im Johannesevangelium überliefert ist. Im Zentrum steht die irritierende Szene, in der Jesus im Tempel von Jerusalem Händler und Geldwechsler vertreibt. Der Beitrag arbeitet heraus, dass diese Handlung nicht als unkontrollierter Wutausbruch zu verstehen ist, sondern als gezielte Kritik an einem religiösen System, das sich zu sehr auf äußere Rituale und wirtschaftliche Praktiken konzentriert hat. Die symbolische Aussage „Reißt diesen Tempel nieder“ wird als Hinweis auf Jesu eigenen Leib und seine Auferstehung gedeutet. Damit wird deutlich, dass die Gottesbeziehung nicht mehr an einen Ort oder bestimmte Opfer gebunden ist, sondern sich in einer neuen, inneren Form vollzieht.

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Didaktisch eignet sich das Medium besonders, um mit Lernenden über Emotionen, Gerechtigkeit und religiöse Praxis ins Gespräch zu kommen. Als Einstieg kann die provokante Frage dienen, ob Wut berechtigt sein kann und in welchen Situationen Menschen selbst empört reagieren. In einer Erarbeitungsphase kann die biblische Szene analysiert werden, wobei zwischen blinder Wut und begründetem Eintreten für Gerechtigkeit unterschieden wird. Methodisch bieten sich Diskussionen oder strukturierte Debatten an, um unterschiedliche Positionen zu beleuchten. Auch ein Vergleich mit heutigen gesellschaftlichen oder religiösen Missständen kann hergestellt werden, um die Aktualität der Thematik zu verdeutlichen. Kreative Aufgaben wie das Formulieren eigener Protestbotschaften oder das Gestalten von Szenen, in denen Ungerechtigkeit angesprochen wird, fördern die aktive Auseinandersetzung. Zudem kann die Fastenzeit als Anlass genutzt werden, um über persönliches Umdenken und Veränderungen im eigenen Leben nachzudenken. Ziel ist es, dass Lernende die Bedeutung von engagiertem Handeln für Gerechtigkeit erkennen und ihre eigenen Werte reflektieren.

Hessen

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