Im Original endet das Markus-Evangelium damit, dass die Frauen das leere Grab entdecken und ein junger Mann ihnen die Verkündigung der Auferstehung aufträgt. Sie aber fliehen und sagen niemandem etwas, denn sie fürchteten sich. Von Osterjubel also keine Spur, stattdessen Verstummen und großes Entsetzen. Zum zweiten Mal feiern wir Ostern unter Pandemie-Bedingungen. Aber wo bleibt denn endlich die Auferstehung nach der längsten Fastenzeit, die wir je erlebt haben? Gerade das Markusevangelium kann uns dazu einen Zugang bieten.
Das Video stellt die Ostererzählung aus dem Markusevangelium in den Mittelpunkt. Im Fokus steht das ursprüngliche, offene Ende dieses Evangeliums: Die Frauen kommen zum Grab Jesu, erwarten den Tod und werden mit der Botschaft konfrontiert, dass Jesus nicht mehr dort ist. Statt eines jubelnden Abschlusses reagieren sie mit Furcht und Schweigen. Der Beitrag hebt hervor, dass gerade dieses offene Ende eine Einladung ist, nicht im Vergangenen zu verharren, sondern den Blick nach vorne zu richten. Die Auferstehung wird nicht als einfache Rückkehr zum Alten verstanden, sondern als Aufbruch in eine neue Wirklichkeit unter veränderten Bedingungen, was besonders in Krisenzeiten eine neue Perspektive eröffnet.