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Katholische Akademie Rabanus Maurus

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Wasser, lebenswichtige Ressource

Veröffentlichung:31.8.2020

Der Klimawandel ist schon längst da und zeigt sich einerseits an lang andauernden Trockenheit und andererseits Wetterextremen mit Überschwemmungen. Kriege um lebenswichtige Ressource Wasser sind durchaus denkbar. Seit fast 20 Jahren ignoriert Deutschland die europäische Wasserschutzrichtlinie. Die Quellen der Verschmutzung finden sich in der industriellen Viehhaltung, der Überdüngung und der industriellen und kommunalen Abwässer. Welche Rolle spielt dabei die europäische Agrarförderung?

Das Video ist ein Podcastgespräch zum Thema Wasser als lebenswichtige Ressource und verbindet Fragen von Landwirtschaft, Klimawandel, Wasserschutz und europäischer Agrarpolitik. Im Gespräch wird deutlich, dass Trockenheit, schlechte Ernten und sinkende Wasserverfügbarkeit nicht mehr als Ausnahme, sondern als Folge des Klimawandels verstanden werden müssen. Besonders problematisiert werden Nitratbelastung im Grundwasser, intensive Tierhaltung, billige Fleischproduktion, Flächenversiegelung und die Frage nach einer zukunftsfähigen regionalen Landwirtschaft. Zugleich wird aufgezeigt, dass Landwirtschaft nicht nur Verursacherin von Umweltproblemen ist, sondern selbst stark unter den Folgen von Klimawandel, Marktzwängen und politisch gesetzten Rahmenbedingungen leidet.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders zur Auseinandersetzung mit Schöpfungsverantwortung, Gerechtigkeit und nachhaltigem Handeln. Lernenden können zunächst zentrale Problemfelder wie Wasserknappheit, Tierhaltung, Nitratbelastung und Lebensmittelproduktion herausarbeiten und in Beziehung zur eigenen Lebenswelt setzen. Methodisch bietet sich eine arbeitsteilige Erschließung an, bei der Gruppen jeweils einen Aspekt des Podcasts untersuchen und anschließend ethisch bewerten. Besonders gewinnbringend ist eine Verbindung mit biblischen Schöpfungstexten und kirchlichen Positionen zur Bewahrung der Schöpfung. Lernenden können diskutieren, welche Verantwortung Politik, Landwirtschaft, Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Kirche tragen. Auch eine Pro und Contra Diskussion zur Frage nach billigem Fleisch oder regionaler Ernährung kann Urteilsfähigkeit fördern. Handlungsorientiert können Lernenden den eigenen Wasserverbrauch, den Speiseplan der Schule oder Möglichkeiten nachhaltiger Ernährung untersuchen. Das Medium unterstützt damit eine religiös ethische Bildung, die globale Zusammenhänge, persönliche Verantwortung und politische Dimensionen miteinander verbindet.

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