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Türschwellen - Der Gast im eigenen Haus

Veröffentlichung:26.1.2021

Das Video aus der Reihe „Simply Reli“ lenkt den Blick auf ein alltägliches, oft unbeachtetes Element: die Türschwelle. Ausgehend von alltäglichen Situationen wird gezeigt, wie häufig Menschen Schwellen überschreiten und damit symbolisch von einem Raum in einen anderen wechseln. Diese Beobachtung wird mit einer philosophischen Perspektive verknüpft, insbesondere mit Überlegungen zur Gastfreundschaft, wie sie etwa bei Jacques Derrida zu finden sind. Die zentrale Idee besteht darin, dass beim Betreten eines fremden Raumes die Rollen von Gast und Gastgeber neu gedacht werden können: Der Gast bringt neue Perspektiven mit und bereichert dadurch den Gastgeber. Das Video regt dazu an, alltägliche Übergänge bewusster wahrzunehmen und sie als Chance für Begegnung und gegenseitige Bereicherung zu verstehen.

Was passiert, wenn wir über eine Türschwelle treten, in ein Haus kommen und zu Gast sind? Nix? Johannes und der französische Philosoph Jaques Derrida sehen das anders: Es werden die Rollen getauscht! Vielleicht ist das Übertreten der letzte fremden Türschwelle schon ein bisschen her, aber per Videokonferenz, waren es ja eventuell ein paar mehr. :) Wie übertrittst du momentan die Türschwellen?


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Das Video eignet sich besonders als ungewöhnlicher, philosophisch geprägter Einstieg in eine Unterrichtseinheit zu Themen wie „Begegnung“, „Gastfreundschaft“, „Gemeinschaft“ oder „Umgang mit Fremdheit“. Durch die Fokussierung auf ein alltägliches Objekt wird ein niedrigschwelliger Zugang geschaffen, der Lernende dazu anregt, Bekanntes neu zu betrachten und zu hinterfragen.

Methodisch kann das Video zunächst ohne Vorentlastung gezeigt werden, um Irritation und Neugier zu erzeugen. Anschließend können erste Eindrücke gesammelt werden, etwa mit der Frage: „Was bedeutet die Türschwelle im übertragenen Sinne?“. In einer weiteren Phase kann die im Video vorgestellte Theorie zur Gastfreundschaft gemeinsam erschlossen und diskutiert werden.

Vertiefend bietet sich eine Übertragung auf konkrete Alltagssituationen an: Wann betrete ich „fremde Räume“? Wie begegne ich anderen Menschen? Lernende können eigene Erfahrungen reflektieren und in Kleingruppen austauschen. Kreative Methoden wie das Schreiben kurzer Szenen, das Entwickeln von Rollenspielen oder das Gestalten von Symbolbildern zur „Schwelle“ fördern die aktive Auseinandersetzung.

Darüber hinaus kann ein Bezug zu religiösen und ethischen Fragestellungen hergestellt werden, etwa zur Bedeutung von Gastfreundschaft in verschiedenen Religionen oder zur Frage nach einem gelingenden Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft. Differenzierungsmöglichkeiten ergeben sich durch offene Aufgabenstellungen und verschiedene methodische Zugänge. Das Video fördert insbesondere die Wahrnehmungskompetenz, die Fähigkeit zur Perspektivübernahme sowie die Reflexion über zwischenmenschliche Beziehungen.

Hessen

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Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.3 Aspekte christlicher Anthropologie.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 5

5.3 In Gemeinschaft leben: Das Volk Gottes.

Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 2. Der Mensch und seine Mitmenschen.

11.1 / 5. Der Mensch und seine Religiosität.

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