M1 Das MISEREOR Hungertuch „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“
Die Lernenden betrachten das Hungertuch der Künstlerin Lilian Moreno Sánchez und beschreiben ihre ersten Eindrücke. Im Mittelpunkt steht die Darstellung eines gebrochenen Fußes als Symbol für Leid, Verletzung und Widerstand gegen Unrecht. Im Unterricht sprechen die Lernenden darüber, welche Gefühle und Gedanken das Bild auslöst und welche Bedeutung Symbole wie Linien, Brüche oder die goldenen Elemente besitzen können. Dabei lernen sie, Kunstwerke als Ausdruck gesellschaftlicher und menschlicher Erfahrungen zu deuten.
M2 Text zum gebrochenen Fuß
Die Lernenden lesen den poetischen Text zum Hungertuch und setzen sich mit den darin beschriebenen Erfahrungen von Protest, Gewalt, Hoffnung und Heilung auseinander. Zwischenfragen regen dazu an, über die Bedeutung der eigenen Füße und über Einschränkungen durch Verletzungen nachzudenken. Anschließend übertragen die Lernenden die Aussagen des Textes auf aktuelle Situationen wie den Krieg in der Ukraine. Im Unterricht entstehen Gespräche über Flucht, Leid, Mut und die Frage, wie Menschen Hoffnung bewahren können.
M3 Film zur Entstehung des MISEREOR Hungertuchs
Die Lernenden sehen einen Film über die Entstehung des Hungertuchs und informieren sich über die Hintergründe der Proteste in Chile, die das Kunstwerk geprägt haben. Anschließend beschreiben sie die Bildsprache des Hungertuchs und arbeiten Zusammenhänge zwischen dem Bild und dem begleitenden Text heraus. Im Unterricht wird diskutiert, wie Kunst gesellschaftliche Krisen sichtbar machen und Hoffnung ausdrücken kann. Die Lernenden reflektieren außerdem, welche Parallelen zwischen den Protesten in Chile und aktuellen Kriegen oder Fluchterfahrungen bestehen.
M4 Psalm 31
Die Lernenden lesen Psalm 31 und untersuchen, wie dort Hoffnung, Vertrauen und Gottes Hilfe in schwierigen Situationen beschrieben werden. Anschließend vergleichen sie die Aussagen des Psalms mit den Erfahrungen von Menschen in Krisengebieten oder auf der Flucht. Im Unterricht wird darüber gesprochen, welche Bedeutung religiöser Glaube und Hoffnung für Menschen in Angst und Unsicherheit haben können. Die Lernenden überlegen außerdem, welche Menschen oder Situationen heute wie „Blumen aus Blattgold“ Hoffnung schenken können.
Der Einstieg gelingt über eine Bildanalyse der Zeichnung eines zerbrochenen Fußes. Es findet eine Bildbeschreibung in Einzelarbeit oder Partnerarbeit statt. Textfelder sind dafür Material vorgesehen. Impulsfragen vertiefen die Auseinandersetzung mit dem Bild und verbinden es mit der eigenen Lebenswirklichkeit. Dabei wird thematisiert was Menschen mit Einschränkungen nicht mehr tun können.
In einem weiteren Schritt wert der Analyse ein ethisches Element hinzugefügt. Es wird festgestellt dass der Fuß einem Demonstranten gehört.
Der Einstieg gelingt über eine Bildanalyse der Zeichnung eines zerbrochenen Fußes. Es findet eine Bildbeschreibung in Einzelarbeit oder Partnerarbeit statt. Textfelder sind dafür Material vorgesehen. Impulsfragen vertiefen die Auseinandersetzung mit dem Bild und verbinden es mit der eigenen Lebenswirklichkeit. Dabei wird thematisiert was Menschen mit Einschränkungen nicht mehr tun können.
In einem weiteren Schritt wert der Analyse ein ethisches Element hinzugefügt. Es wird festgestellt dass der Fuß einem Demonstranten gehört.
Ursprünglich stammt das Bild des Fußes aus dem Misereor Hungertuch dass die Aufstände in Chile thematisiert. Weiteres Material und Einheiten von Misereor sind in den dropdown Menüs der Lehrpläne zu finden.
Im nächsten Schritt wird ein Video zur entstehung des Hungertuch untersucht. Die Inhalte werden auf den Konflikt in der Ukraine übertragen. Dabei bestehen viele Parallelen zwischen Widerstand gegen Krieg, Zerstörung und Ausbeutung. Vor diesem Hintergrund wird zudem Psalm 31 untersucht. Dieser biblische Bezug berechnet vom Schutz Gottes für den gerechten Menschen.
Ein abschließender Schritt stellt eine empathische Assoziierung mit den Demonstranten in Russland und der Ukraine her. Der Psalm wird auf den Konflikt in der Ukraine bezogen. Möglichkeiten der Hoffnung werden gemeinsam entwickelt. Es wird überlegt, inwiefern Religionen diesen Menschen helfen kann.