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FWU Bildungsmedien

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FWU - Gewissen - Trailer

Veröffentlichung:3.7.2014

Der Kurzfilm erzählt von einer Unterrichtssituation, in der Julian beobachtet, wie sein Mitschüler Jeff die Arbeit von Cassandra beschädigt und sie mit einem Stift verletzt. Julian möchte die Lehrkraft auf das Fehlverhalten aufmerksam machen, wird jedoch sowohl von seinem Mitschüler als auch von der Lehrkraft als „Petze“ wahrgenommen. Die Situation eskaliert, als Julian trotz seiner Bemühungen, auf ein offensichtliches Unrecht hinzuweisen, zurechtgewiesen und schließlich aus dem Klassenraum geschickt wird. Der Film thematisiert die schwierige Unterscheidung zwischen Petzen und berechtigtem Melden von Fehlverhalten. Gleichzeitig wirft er Fragen nach Gerechtigkeit, Verantwortung, Zivilcourage und dem Umgang mit Konflikten in schulischen Gemeinschaften auf. Die Lernenden werden mit einem moralischen Dilemma konfrontiert: Wann ist Schweigen falsch und wann ist Eingreifen notwendig?

Das Gewissen gilt als die zentrale Instanz zur Bildung moralischer Urteile und ist Gegenstand zahlreicher philosophischer, anthropologischer und theologischer Erörterungen. Es ist zugleich aber auch ein ganz alltägliches Phänomen, mit dem jeder Mensch in Konfliktsituationen konfrontiert wird. Die Produktion berücksichtigt daher beide Aspekte des Gewissens: Die Kurzfilme 'Julian' und 'Kutsushita' beleuchten seine praktische Seite und handeln von Gewissensentscheidungen, Gewissensbissen sowie dem Mut, für seine Überzeugungen einzustehen. Die Arbeitsmaterialien beschäftigen sich ergänzend mit dem theoretischen Hintergrund der Gewissensthematik und ermöglichen eine vertiefte Auseinandersetzung mit ihren vielfältigen philosophischen und theologischen Bezügen.


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Für den Religionsunterricht bietet der Film zahlreiche Anknüpfungspunkte zur ethischen Bildung und zur Förderung sozialer Verantwortung. Die Lernenden können zunächst die Perspektiven der beteiligten Personen analysieren und die Gefühle, Motive und Interessen von Julian, Cassandra, Jeff und der Lehrkraft herausarbeiten. Besonders geeignet ist die Methode des Perspektivwechsels, bei der einzelne Gruppen die Situation aus Sicht der verschiedenen Personen beschreiben und beurteilen. Anschließend kann diskutiert werden, worin der Unterschied zwischen Petzen und Helfen besteht. Die Lernenden setzen sich dabei mit Fragen nach Gerechtigkeit, Verantwortung für Schwächere und Zivilcourage auseinander. Aus theologischer Perspektive bieten sich Bezüge zur Goldenen Regel, zum Gebot der Nächstenliebe sowie zu biblischen Geschichten über Verantwortung und Eintreten für andere an. Rollenspiele ermöglichen es, alternative Handlungsverläufe zu entwickeln und unterschiedliche Konfliktlösungen zu erproben. Ebenso kann die Klasse Regeln für einen respektvollen Umgang miteinander formulieren und Kriterien erarbeiten, wann das Informieren von Erwachsenen notwendig und sinnvoll ist. Der Film eignet sich besonders zur Förderung von Empathie, moralischer Urteilsfähigkeit, Konfliktlösungskompetenz und Verantwortungsbewusstsein. Darüber hinaus eröffnet er Gespräche über Mobbing, Ausgrenzung, Mut und den Schutz von Menschen, die Unrecht erfahren.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7G.1 Schuld und Vergebung. Gewissen, Umkehr, Versöhnung.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7.2 Vom Umgang mit Freiheit: Gebot und Gewissen.

Beispielhafte Lernsequenzen

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