Das kurze Animationsvideo erzählt das Gleichnis vom Pharisäer und vom Zöllner. Im Mittelpunkt stehen zwei Männer, die zum Tempel gehen, um zu beten. Raphael ist ein Pharisäer und gehört zu den religiösen Führungspersonen seiner Zeit. Im Gebet zählt er laut seine guten Taten auf und dankt Gott dafür, dass er sich für besser hält als andere Menschen. Zachäus hingegen ist Zöllner. Zöllner waren in der damaligen Gesellschaft unbeliebt, weil sie oft mehr Geld eintrieben, als ihnen zustand, und sich dadurch bereicherten. Zachäus stellt sich im Tempel in den Hintergrund und bittet Gott demütig um Vergebung für seine Fehler. Jesus erklärt seinen Zuhörern, dass Gott das Gebet des Zöllners annimmt, weil dieser seine Schuld erkennt und auf Gottes Barmherzigkeit vertraut. Das selbstgerechte Verhalten des Pharisäers hingegen findet keine Anerkennung. Das Gleichnis verdeutlicht, dass Demut und Ehrlichkeit vor Gott wichtiger sind als Stolz und Selbstüberhebung.
Lukas 18,9-14
9 Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm wären, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis: (Matthäus 5.6) (Römer 10.3) 10 Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten, einer ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. 11 Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die anderen Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. (Jesaja 58.2-3) 12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe. (Matthäus 23.23) 13 Und der Zöllner stand von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! (Psalm 51.19) 14 Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertigt in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.
Luther 1912