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Die Bibel to go | Sommers Weltliteratur

Die Bibel to go | Sommers Weltliteratur

Der Prophet Hesekiel to go

Veröffentlichung:8.3.2021

„Tu deinen Mund auf und iss, was ich dir geben werde. Und ich sah, und siehe, da war eine Hand gegen mich ausgestreckt, die hielt eine Schriftrolle.“ - Bei Gott gilt: Was auf den Tisch kommt, wird gegessen. Aber im Unterschied zu menschlichen Medienerzeugnissen führt der Konsum bei Hesekiel dazu, dass er anschließend tatsächlich das Wort Gottes in sich trägt. Was er dann damit macht, fasst SOMMERS WELTLITERATUR in achteinhalb Minuten zusammen.

Hesekiel gehört zu den ersten nach Babylon deportierten Israeliten, dennoch engagiert ihn Gott vorwiegend zur Auseinandersetzung mit den Sünden der Stadt Jerusalem. Ähnlich wie bei Jeremia werden wir sozusagen Zeuge der Erfindung des Regietheaters, denn Gott gibt seinem Propheten auch hier wieder genaue Anweisungen, mit Hilfe welcher Performances er (neben seinen Predigten) dem Volk Israel seine Sünden anschaulich machen soll. Nachdem der Fall Jerusalems und die Zerstörung des Tempels Hesi bereits in einer Vision offenbart wurde, geschieht es auch, dass die Stadt fällt und viele Einwohner von Juda ebenfalls in die Verbannung geschickt werden. Jetzt jedoch folgt eine versöhnliche Zukunftsvision: Gott gibt Hesekiel die genauen Baupläne für den neu zu errichtenden Tempel durch und verspricht, das Volk Israel wieder zurückzubringen.

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Für den Religionsunterricht bietet das Video zahlreiche didaktische und methodische Anknüpfungspunkte. Es eignet sich besonders zur Einführung in die Prophetie des Exils sowie zur Auseinandersetzung mit symbolischer Sprache und Visionen in der Bibel. Die Lernenden können zunächst die historische Situation des Babylonischen Exils kennenlernen und erarbeiten, welche Herausforderungen die Deportation für die Menschen bedeutete. Anschließend bietet sich eine Analyse der außergewöhnlichen Visionen Hesekiels an. Dabei kann untersucht werden, welche Hoffnungen, Ängste und Zukunftserwartungen sich in den Bildern ausdrücken. Die Vision der Totengebeine eignet sich besonders für Gespräche über Hoffnung, Neuanfang und die Frage, wie Menschen nach Krisen neue Perspektiven gewinnen können.

Methodisch bieten sich kreative Zugänge an, etwa das Gestalten von Bildern zu den Visionen, das Verfassen moderner Prophetentexte oder die Inszenierung der Zeichenhandlungen Hesekiels. Die Lernenden können die symbolischen Handlungen entschlüsseln und deren Wirkung auf die damaligen Zuhörenden reflektieren. Besonders ergiebig ist die Arbeit mit der Verheißung eines neuen Herzens aus Fleisch anstelle eines Herzens aus Stein. Diese Metapher eröffnet Gespräche über Empathie, Veränderungsbereitschaft und menschliche Verantwortung. Ebenso kann die Vision vom lebensspendenden Strom als Symbol für Hoffnung, Heilung und Zukunft interpretiert werden. Für die Sekundarstufe II bietet sich darüber hinaus eine vertiefte Auseinandersetzung mit apokalyptischen Vorstellungen, religiösen Zukunftsbildern und der Frage an, wie Menschen in Krisenzeiten Hoffnung bewahren können. Das Video fördert somit sowohl historisches Verständnis als auch ethische Reflexion und eröffnet Lernenden einen kreativen Zugang zu einem der bildreichsten Bücher der Bibel.

Hessen

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Sekundarstufe II | E2 Gotteswort im Menschenwort – Themen der Bibel und ihre Aneignung

E2.4 Dem Ganzen der Wirklichkeit begegnen – an Gott glauben.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 4. Die Bibel: Gesammelte Gotteserfahrungen.

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