Petrus und die Jünger finden sich nach Ostern nicht nur am See von Tiberias sondern auch im Alltag wieder: Alles wie bisher, als hätte sich nichts verändert. Allerdings haben sie sich selbst verändert, denn nun erkennen sie den Herrn.
„Gott in allen Dingen suchen, im Sprechen, im Gehen, Sehen, Schmecken, Hören, Denken, überhaupt in allem, was wir tun“ war das spirituelle Motto von Ignatius. Und Alfred Delp hat diese Aufmerksamkeit für das je Größere 1944 so formuliert: "Die Welt ist Gottes so voll. Aus allen Poren der Dinge quillt er gleichsam uns entgegen, wir aber sind oft blind. Wir bleiben in den schönen und den bösen Stunden hängen und erleben sie nicht durch bis an den Brunnenpunkt, an dem sie aus Gott herausströmen."
Das Video beschäftigt sich mit der Erscheinung des auferstandenen Jesus am See von Tiberias und deutet diese Begegnung als Erfahrung einer veränderten Wahrnehmung des Alltags. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die Jünger scheinbar zu ihrem früheren Leben zurückkehren und wieder fischen gehen. Äußerlich wirkt alles wie zuvor, doch innerlich haben sich die Menschen durch die Begegnung mit dem auferstandenen Christus verändert. Anhand einer Gleichnisgeschichte von einem Mann, der immer tiefer in den Wald hineingeht und dort kostbare Schätze entdeckt, wird verdeutlicht, dass wichtige Erfahrungen das Leben nachhaltig prägen und den Blick auf die Wirklichkeit verändern können. Das Video verbindet die Osterbotschaft mit der Frage, wie Menschen Gottes Gegenwart im Alltag entdecken können. Dabei wird die spirituelle Tradition von Ignatius von Loyola sowie die Aussage des Jesuiten Alfred Delp aufgegriffen, dass die Welt von Gottes Gegenwart durchdrungen ist und der Mensch lernen muss, diese wahrzunehmen.