Der arme Lazarus aus diesem Evangelium lebt auch heute unsere uns: Er liegt vor unseren Haustüren und unter Brücken, er bettelt in U-Bahnen und Einkaufsstraßen.
Das Prinzip, um das es Jesus in diesem Gleichnis geht, heißt Nächstenliebe oder solidarische Hilfeleistung. Wert und Würde eines Menschen hängen nicht am Kontostand und es ist unsere Aufgabe als Christen dies erfahrbar zu machen in einer Welt, die nicht in Ordnung ist, solange es Lazarus nicht gut geht.
Das Video aus der Reihe „Sketch Bibel“ beschäftigt sich mit dem Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus. Ausgangspunkt ist die Erfahrung großer sozialer Ungleichheit, die der Referent auf den Philippinen beobachtet hat, wo Armut und Reichtum unmittelbar nebeneinander existieren. Anhand des biblischen Gleichnisses wird die Frage gestellt, wie Menschen auf soziale Ungerechtigkeit reagieren und welche Verantwortung sie gegenüber Armen und Benachteiligten tragen. Während der reiche Mann namenlos bleibt, erhält der arme Lazarus einen Namen, der übersetzt „Gott hilft“ bedeutet. Das Video verdeutlicht, dass Armut nicht einfach ein individuelles Schicksal ist, sondern häufig aus gesellschaftlicher Missachtung und mangelnder Solidarität entsteht. Die Botschaft Jesu wird als Aufruf verstanden, die Würde aller Menschen anzuerkennen und sich aktiv für soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Christlicher Glaube zeigt sich demnach nicht allein in religiösen Überzeugungen, sondern vor allem im konkreten Handeln gegenüber denjenigen, die Unterstützung und Aufmerksamkeit benötigen.