Dankbarkeit zu empfinden gehört selbstverständlich zum Menschsein. Aber sie auch zu äußern ist offenbar alles andere als selbstverständlich. Dabei tut es so gut. Mir selbst und denjenigen, denen ich danke. Im religiösen Kontext ist dieser Adressat meines Dankes Gott. „Gott sei Dank“ ist die Kurzformel für jene Dankbarkeit, die sich darüber bewusst ist, dass das eigene Leben und Da-Sein von Gott geschenkt und bewahrt oder eben zeitweise auch gerettet und geheilt wird. Und dass ich mich nicht mir selbst oder einem glücklichen Zufall verdanke.
Das Video aus der Reihe „Sketch Bibel“ beschäftigt sich mit dem Evangelium von der Heilung der zehn Aussätzigen, von denen nur einer zurückkehrt, um Jesus zu danken. Ausgehend von alltäglichen Erfahrungen des Dankes hinterfragt der Beitrag, warum Dankbarkeit zwar als selbstverständlich gilt, ihr bewusster Ausdruck jedoch oft ausbleibt. Die zentrale Botschaft des Videos lautet, dass Dankbarkeit weit mehr ist als eine höfliche Geste. Sie wird als Ausdruck des Glaubens verstanden und als Haltung beschrieben, die das Leben als Geschenk wahrnimmt. Der dankbare Geheilte erkennt nicht nur die empfangene Heilung an, sondern tritt zugleich in eine Beziehung zu ihrem Ursprung. Dadurch wird Dankbarkeit zu einer Form gelebten Glaubens. Das Video betont, dass eine solche Haltung weder Leid noch Schwierigkeiten ausblendet, sondern den Blick bewusst auf das Gute, Gelungene und Geschenkte richtet. Dankbarkeit erscheint somit als eine spirituelle Perspektive, die das Leben verändert und Menschen für die Fülle des Daseins sensibilisiert.