Im heutigen Evangelium geht es ums Beten. Und anhand eines Gleichnisses über einen skrupellosen Richter macht Jesus deutlich, dass es im Gebet nicht darum gehen kann, sich Gott gefügig zu machen. Umgekehrt: In der Kommunikation mit Gott, der eben nicht endlich, sondern über alles Begrenzte hinausgehend ist, kann sich eine größere Weite und umfassendere Perspektive eröffnen.
Das Video aus der Reihe „Sketch Bibel“ beschäftigt sich mit dem Gleichnis von der beharrlichen Witwe und dem ungerechten Richter. Ausgehend von der provokanten Figur eines Richters, der ausschließlich aus Eigennutz handelt, entfaltet der Beitrag eine Deutung des Gebets, die über ein bloßes Bitten hinausgeht. Jesus verwendet den Richter als Kontrastfigur, um deutlich zu machen, dass Gott gerade nicht wie ein genervter oder eigennütziger Herrscher handelt. Vielmehr eröffnet das Gebet einen Raum, in dem Menschen ihre Perspektive weiten und Vertrauen auf Gottes Handeln entwickeln können. Das Video betont, dass Beten nicht dazu dient, Gott zu beeinflussen oder ihn den eigenen Wünschen anzupassen. Stattdessen wird der Mensch selbst im Gebet zum Gefragten: Wie ernst meint er es mit seinem Glauben und seiner Hoffnung? Gebet erscheint als Ausdruck eines Vertrauens, das darauf setzt, dass Gott das Leben und die Welt auf eine Weise zum Guten führen kann, die über menschliche Vorstellungen hinausgeht.