RU-digitalRU-digital-logo
Sketch Bibel

Sketch Bibel

Die Starken bedürfen des Arztes nicht | Mt 9, 9-13 | Sketchbibel #153

Veröffentlichung:29.3.2023

Das Video widmet sich dem Evangelium von der Berufung des Zöllners Matthäus und dem anschließenden Mahl Jesu mit Zöllnern und Sündern. Ausgangspunkt ist die überraschende Begegnung zwischen Jesus und Matthäus, die dazu führt, dass dieser sein bisheriges Leben hinter sich lässt und Jesus nachfolgt. Im Zentrum der Auslegung steht die Aussage Jesu: „Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer.“ Das Video erläutert, wie Jesus damit traditionelle religiöse Vorstellungen erweitert und die Bedeutung von Barmherzigkeit, Güte und Liebe in den Mittelpunkt rückt. Darüber hinaus wird die Szene als Beispiel für Annahme, Versöhnung und Heilung verstanden. Besonders hervorgehoben wird die Frage nach dem Umgang mit der eigenen Vergangenheit und die Bedeutung von Selbstmitgefühl. Jesus erscheint dabei als jemand, der Menschen sieht, annimmt und ihnen neue Perspektiven eröffnet. Die bekannte Aussage, dass nicht die Starken den Arzt brauchen, sondern die Kranken, wird als Hinweis auf eine umfassende Heilung des Menschen gedeutet, die auch die seelische und innere Dimension umfasst.

Im heutigen Evangelium gibt es die beste Medizin - und das sogar ganz ohne Placebo-Effekt. Jesus kennt sich, obwohl er gerade erst einen Gelähmten geheilt hat, nämlich nicht nur mit Wunderheilungen aus, sondern auch mit einer anderen Art von Krankheit. Wir würden das heute vermutlich psychische Gesundheit nennen und Jesus heilt hier quasi im Seelsorgegespräch. Und ermutigt damit auch uns heute, barmherzig mit uns selbst und der eigenen Vergangenheit zu sein.


Products

Für den Religionsunterricht eröffnet das Video vielfältige Zugänge zu den Themen Nachfolge, Barmherzigkeit, Menschenbild Jesu, Vergebung, Selbstannahme und psychische Gesundheit. Das Medium eignet sich besonders für einen lebensweltorientierten Einstieg, da viele Lernende Erfahrungen mit Selbstzweifeln, Leistungsdruck oder einem kritischen Blick auf die eigene Person kennen. Nach dem Ansehen des Videos können die Lernenden zunächst überlegen, warum Matthäus seine bisherige Lebensweise so schnell aufgibt und welche Erfahrungen Menschen dazu bewegen, ihr Leben neu auszurichten. Anschließend bietet sich eine Analyse der zentralen Aussage „Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer“ an. Dabei können die Lernenden herausarbeiten, welche Bedeutung Barmherzigkeit in ihrem eigenen Alltag hat und wie sie sich von bloßer Regelbefolgung unterscheidet. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung zu Fragen der Selbstannahme und des Umgangs mit Fehlern. Kreative Schreibaufgaben, etwa ein Tagebucheintrag aus der Sicht des Matthäus oder ein Brief an das eigene vergangene Ich, ermöglichen eine persönliche Annäherung an die Thematik. In Gruppenarbeiten können Situationen gesammelt werden, in denen Menschen vorschnell verurteilt oder ausgegrenzt werden, und anschließend mit Jesu Verhalten verglichen werden. Für ältere Lernende bietet sich darüber hinaus eine Diskussion über psychische Gesundheit, Selbstwertgefühl und die Bedeutung von Mitgefühl gegenüber sich selbst und anderen an. Das Video verbindet auf eindrückliche Weise biblische Botschaften mit aktuellen Fragen nach Identität, Anerkennung und menschlicher Würde und eignet sich daher hervorragend für einen reflektierenden und erfahrungsbezogenen Religionsunterricht.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.2 Biblische Ethik – Spannung zwischen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 5. Anfragen an die Katholische Soziallehre und Moraltheologie.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.