Das Video führt in Friedrich Nietzsches provokante Unterscheidung zwischen einer sogenannten Herrenmoral und einer Sklavenmoral ein. Ausgehend von biologischen und psychologischen Unterschieden zwischen Menschen beschreibt das Medium Nietzsches Vorstellung, dass sich unterschiedliche Moralvorstellungen aus unterschiedlichen Lebensformen und Bedürfnissen entwickeln. Mithilfe der Bilder von Schafen und Wölfen wird erläutert, wie verschiedene Gruppen jeweils eigene Vorstellungen von Gut und Böse hervorbringen. Während Stärke, Mut, Unabhängigkeit und Macht aus Sicht der Starken als positiv erscheinen, bewerten die Schwachen Gemeinschaft, Sicherheit, Bescheidenheit und Schutz als erstrebenswert. Das Video zeigt, dass Nietzsche Moral nicht als zeitlose Wahrheit versteht, sondern als historisch gewachsene und von menschlichen Interessen geprägte Konstruktion. Zugleich wird seine These vorgestellt, dass sich im Laufe der Geschichte eine Umkehrung moralischer Werte vollzogen habe, bei der Eigenschaften wie Demut und Bescheidenheit höher bewertet werden als Macht und Stärke.
"Das, was uns nicht umbringt, macht uns stärker", schrieb Friedrich Nietzsche. In diesem Sprouts-Special in Zusammenarbeit mit Stephen Hicks erforschen wir Nietzsches Einteilung der Welt in Schafe und Wölfe und wie unsere Moral, das, was wir als gut und böse ansehen, das Ergebnis brutaler biologischer Ereignisse ist.