Didaktisch eignet sich das Medium besonders für den Religionsunterricht in der Grundschule, da die Lernenden durch die Legegeschichte aktiv in das Geschehen einbezogen werden. Die Geschichte wird nicht nur gehört oder gelesen, sondern durch das Legen und Verändern von Symbolen sichtbar gemacht. Dadurch können die Lernenden die Gefühle, Gedanken und Erfahrungen der Hauptfigur Schritt für Schritt nachvollziehen. Die Perspektivübernahme spielt eine zentrale Rolle. Immer wieder werden die Lernenden aufgefordert, sich in Baruch hineinzuversetzen und seine Gefühle zu beschreiben. Auf diese Weise werden Empathiefähigkeit, Perspektivwechsel und emotionale Zugänge zur biblischen Botschaft gefördert. Die Symbole für Familie, Freunde, Glaubensgemeinschaft, Ausgrenzung und Heilung veranschaulichen die Veränderungen in Baruchs Leben und machen abstrakte religiöse Inhalte konkret erfahrbar. Besonders bedeutsam ist die Darstellung von Reinheit und Unreinheit, die einen Zugang zu den gesellschaftlichen Vorstellungen der Zeit Jesu eröffnet. Die Lernenden erkennen, dass Jesus bestehende Grenzen überschreitet und Menschen unabhängig von ihrem sozialen Status oder ihrer Krankheit annimmt. Methodisch bietet das Material vielfältige Möglichkeiten. Die Legearbeit kann durch Gespräche, Rollenspiele, Standbilder, Schreibimpulse oder kreative Gestaltungsaufgaben ergänzt werden. Das Ausmalbild mit den zentralen Worten der Begegnung zwischen Jesus und dem Aussätzigen eignet sich zur Ergebnissicherung und Vertiefung. Ebenso können die Lernenden eigene Dankgebete formulieren oder überlegen, wie Ausgrenzung und Annahme heute erlebt werden. Auf diese Weise verbindet das Medium biblisches Lernen mit lebensweltlichen Erfahrungen der Lernenden und eröffnet Gespräche über Krankheit, Einsamkeit, Gemeinschaft, Vertrauen, Hoffnung und Nächstenliebe.
In einem ersten Schritt wird der Ort des Heilungswunders in Gruppen aus Papier gebastelt. Dann wird die biblische Geschichte gelesen oder vorgelesen. Dann wird die Geschichte mit den ausgeschnittenen und angemalten Fußspuren aus dem Material in das gebastelte Setting gelegt. In einem letzten schritt wird der Ausdruck mit den über Sprachblasen des Aussätzigen und von Jesus ausgefüllt.