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Bistum PassauBischof Stefan Oster

Bistum Passau,

Bischof Stefan Oster

Vater, Allmächtiger und Schöpfer - Credo 02.

Veröffentlichung:11.10.2023

Das Video widmet sich dem ersten Artikel des Apostolischen Glaubensbekenntnisses und erschließt die Aussage „Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde“. Ausgehend von menschlichen Erfahrungen von Vertrauen, Geborgenheit und Beziehung erläutert der Referent die Bedeutung des Gottesbildes als Vater. Dabei werden psychologische Aspekte wie Urvertrauen und Bindung ebenso aufgegriffen wie biblische Vorstellungen von Gott als fürsorglichem Vater. Anschließend setzt sich das Video mit der Frage nach der Allmacht Gottes angesichts von Leid, Freiheit und Bösem auseinander. Im dritten Teil wird die Vorstellung Gottes als Schöpfer thematisiert und in Beziehung zu naturwissenschaftlichen Erklärungsmodellen wie Urknall und Evolution gesetzt. Der Referent vertritt dabei die Auffassung, dass naturwissenschaftliche Erkenntnisse und religiöser Schöpfungsglaube unterschiedliche Ebenen menschlicher Wirklichkeit beschreiben. Insgesamt eröffnet das Video einen theologischen Zugang zu zentralen Aussagen des christlichen Glaubensbekenntnisses und verbindet diese mit existenziellen Fragen nach Vertrauen, Freiheit, Sinn und Verantwortung.

Der Anfang unseres Credos lautet: „Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.“

Schon allein der erste Satz scheint herausfordernd: Gott ist der Vater. Heißt das, dass er ein Mann mit weißem Bart ist? Oder wie ist das zu verstehen? Auch die zweite Beschreibung lässt uns möglicherweise ratlos zurück. Gott soll also allmächtig sein. Und doch sehen wir Leid in der Welt, Tod, Krieg und Ungerechtigkeit. Wie kann ein guter Vater unter diesen Umständen allmächtig sein?

Die dritte Beschreibung kommt einem wiederum bekannt vor – aus so vielen Erzählungen und frommen Geschichten. Gott soll Himmel und Erde geschaffen haben, sagt uns die Bibel. Doch die Naturwissenschaften hätten lange schon gezeigt, dass das nicht stimmen könne – oder?

Oder könnte es vielleicht sein, dass die Frage nach der Schöpfung, nach dem Allmächtigen, nach dem Vater uns noch so viel mehr über Gott sagt als man im ersten Moment denken könnte? Darüber spricht Bischof Stefan Oster im zweiten Video über das Credo.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II in Unterrichtsreihen zum Apostolischen Glaubensbekenntnis, zu Gottesbildern, Schöpfung, Theodizee, Anthropologie sowie zum Verhältnis von Glaube und Naturwissenschaft. Durch die Verbindung theologischer Inhalte mit psychologischen, philosophischen und naturwissenschaftlichen Fragestellungen bietet das Medium zahlreiche Anknüpfungspunkte für einen kompetenzorientierten Unterricht.

Ein möglicher Einstieg kann über die Frage erfolgen, welche Eigenschaften Lernende mit einem guten Vater oder einer guten Bezugsperson verbinden. Dabei kann deutlich werden, dass die biblische Rede von Gott als Vater nicht biologisch, sondern symbolisch und relational verstanden wird. Anschließend können die Lernenden überlegen, welche Chancen und Schwierigkeiten mit diesem Gottesbild verbunden sind, insbesondere vor dem Hintergrund unterschiedlicher familiärer Erfahrungen.

Während der Sichtung des Videos können arbeitsteilige Beobachtungsaufträge vergeben werden. Eine Gruppe untersucht die Bedeutung des Vaterbildes Gottes. Eine zweite Gruppe analysiert die Aussagen zur Allmacht Gottes. Eine dritte Gruppe arbeitet die Argumentation zum Verhältnis von Schöpfungsglauben und Naturwissenschaft heraus. Eine vierte Gruppe sammelt Aussagen über Freiheit, Vertrauen und Verantwortung. Die Ergebnisse können anschließend gemeinsam ausgewertet und kritisch reflektiert werden.

Besonders ergiebig ist die Auseinandersetzung mit der Theodizeefrage. Die Lernenden können diskutieren, wie die Vorstellung eines guten und allmächtigen Gottes mit Leid, Krieg, Krankheit und Ungerechtigkeit vereinbar sein kann. Dabei bietet das Video einen klassischen theologischen Lösungsansatz über die Freiheit des Menschen an, der im Unterricht mit weiteren Positionen verglichen werden kann.

Methodisch bietet sich eine strukturierte Debatte an, bei der unterschiedliche Antworten auf die Frage „Warum lässt Gott Leid zu?“ vertreten und diskutiert werden. Ebenso kann eine Positionierungsmethode eingesetzt werden, bei der die Lernenden Aussagen wie „Naturwissenschaft und Glaube widersprechen sich“ oder „Glaube beantwortet andere Fragen als Naturwissenschaft“ bewerten und begründen.

Im Themenbereich Schöpfung kann das Video genutzt werden, um zwischen naturwissenschaftlichen und theologischen Perspektiven zu unterscheiden. Die Lernenden können erarbeiten, dass naturwissenschaftliche Theorien erklären, wie bestimmte Prozesse ablaufen, während religiöse Aussagen nach Sinn, Ursprung und Ziel menschlicher Existenz fragen. Dadurch wird eine differenzierte Betrachtung ermöglicht, die vereinfachte Gegensätze vermeidet.

Für die Oberstufe bietet sich eine vertiefende Arbeit mit theologischen Texten zu Schöpfung, Gottesbildern und Theodizee an. Ebenso können philosophische Positionen zur Freiheit des Menschen sowie psychologische Erkenntnisse zur Bindungstheorie einbezogen werden. Dadurch entsteht ein interdisziplinärer Zugang, der religiöse Bildung mit anthropologischen und gesellschaftlichen Fragestellungen verbindet.

Das Medium fördert die Fähigkeit der Lernenden, religiöse Symbole und Sprachformen zu deuten, unterschiedliche Gottesbilder kritisch zu reflektieren und eigene Positionen zu Fragen nach Leid, Freiheit, Vertrauen und Sinn zu entwickeln. Es eröffnet Räume für persönliche Reflexion und zugleich für die Auseinandersetzung mit zentralen Inhalten christlicher Glaubenstradition.

Hessen

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Sekundarstufe II | E2 Gotteswort im Menschenwort – Themen der Bibel und ihre Aneignung

E2.4 Dem Ganzen der Wirklichkeit begegnen – an Gott glauben.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 1. Gottesvorstellungen und Gottesbilder.

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