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Bistum PassauBischof Stefan Oster

Bistum Passau,

Bischof Stefan Oster

Hinabgestiegen und Auferstanden – Credo 06.

Veröffentlichung:8.11.2023

Das Video behandelt die Aussagen des Apostolischen Glaubensbekenntnisses „hinabgestiegen in das Reich des Todes“ und „am dritten Tag auferstanden von den Toten“. Dabei werden zunächst verschiedene christliche und biblische Vorstellungen vom Reich des Todes vorgestellt, insbesondere die alttestamentliche Vorstellung der Scheol als Schattenreich der Verstorbenen. Der Referent erläutert unterschiedliche Deutungen des Hinabstiegs Christi in das Reich des Todes und beschreibt diesen als Ausdruck seiner umfassenden Solidarität mit den Menschen bis hinein in die äußerste Gottesferne. Darüber hinaus werden die Begriffe Hölle und Läuterung aufgegriffen und im Zusammenhang mit menschlicher Freiheit, Verantwortung und Gottesliebe reflektiert. Im zweiten Teil steht die Auferstehung Jesu im Mittelpunkt. Die neutestamentlichen Zeugnisse der Ostererfahrungen, die Begegnungen mit dem Auferstandenen sowie die zentrale Bedeutung der Auferstehung für den christlichen Glauben werden ausführlich dargestellt. Das Video verdeutlicht, dass die Auferstehung nicht als bloße Rückkehr ins frühere Leben verstanden wird, sondern als Beginn einer neuen Wirklichkeit, die Hoffnung über Tod, Leid und Vergänglichkeit hinaus eröffnet.

Wohin ging Jesus, als er am Kreuz gestorben war? Das Glaubensbekenntnis spricht davon, er sei „hinabgestiegen in das Reich des Todes“. Das Reich des Todes – was soll das sein? Oft wird es als Schattenreich bezeichnet. Das meint einen Ort oder Zustand, in dem man mit geminderter Lebensqualität noch irgendwie lebt.

Der große Theologe Hans Urs von Balthasar stellte sich auch diese Frage: Wohin geht Christus eigentlich am Karsamstag, also dem Tag zwischen Kreuzigung und Auferstehung? Er nimmt seinen Ausgangspunkt von einem im Philipperbrief überlieferten frühchristlichen Hymnus. Von Christus wird dort gesagt: Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern entäußerte sich. Balthasar deutet das als Sich-Verschenken Jesu bis in die letzte Konsequenz, gewissermaßen bis in den letzten Winkel hinein. Liegt hierin die Antwort auf die oben gestellte Frage?

Oder könnte man unter dem Reich des Todes auch die Hölle verstehen? Oder das im Volksmund genannte „Fegefeuer“, das Purgatorium? Davor stellt sich die Frage, was das Reich des Todes, die Hölle und das Fegefeuer voneinander unterscheidet.

Der Tod Jesu ist nicht das Ende, wie das Glaubensbekenntnis sagt: „Am dritten Tage auferstanden von den Toten“. Jesus ersteht von den Toten. Damit überwindet Jesus den Tod, die Sünde, die Not, das Leid oder auch die Lüge. Und er begegnet den Frauen, den Jüngern und vielen weiteren.

Wie kann man sich das vorstellen? Einerseits begegnet er vielen gleichzeitig und kann durch verschlossene Türen gehen, anderseits isst er und Thomas kann seinen Finger in die Seite legen. Hat er nun einen Körper oder nicht?

Das zentrale Glaubensgeheimnis ist die Auferstehung. Er, der Sohn Gottes ist Mensch geworden, gestorben und von den Toten auferstanden. Wie genau ist das zu verstehen und warum ist die Auferstehung so wichtig für uns Christen? Darüber spricht Bischof Stefan Oster im sechsten Video über das Credo.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II in Unterrichtsreihen zum Apostolischen Glaubensbekenntnis, zu Ostern, zur Auferstehung, zu Tod und Jenseitsvorstellungen sowie zu Hoffnung und Erlösung. Die behandelten Themen berühren grundlegende menschliche Fragen nach Sterblichkeit, Sinn, Zukunft und Transzendenz und besitzen daher eine hohe lebensweltliche Relevanz für Lernende.

Ein geeigneter Unterrichtseinstieg kann über die Frage erfolgen, welche Vorstellungen Menschen vom Leben nach dem Tod haben. Die Lernenden können unterschiedliche religiöse, kulturelle und persönliche Vorstellungen zusammentragen und miteinander vergleichen. Dadurch wird sichtbar, dass Fragen nach Tod und Jenseits Menschen seit jeher beschäftigen und in unterschiedlichen Traditionen unterschiedlich beantwortet werden.

Während der Arbeit mit dem Video können arbeitsteilige Beobachtungsaufträge vergeben werden. Eine Gruppe untersucht die Vorstellungen vom Reich des Todes. Eine weitere Gruppe analysiert die Aussagen über Hölle und Läuterung. Eine dritte Gruppe arbeitet die neutestamentlichen Berichte über die Auferstehung heraus. Eine vierte Gruppe sammelt Aussagen zur Bedeutung der Auferstehung für den christlichen Glauben heute.

Besonders ergiebig ist die Auseinandersetzung mit der Frage, weshalb die Auferstehung als Zentrum des christlichen Glaubens verstanden wird. Die Lernenden können die Aussagen des Apostels Paulus untersuchen und diskutieren, weshalb die frühen Christinnen und Christen die Ostererfahrungen als entscheidenden Wendepunkt ihrer Glaubensgeschichte verstanden haben.

Methodisch bietet sich eine Arbeit mit Bildquellen an. Ikonen der Auferstehung, Darstellungen des Abstiegs Christi in das Reich des Todes oder verschiedene künstlerische Interpretationen von Ostern können analysiert und mit den Aussagen des Videos verglichen werden. Dadurch wird deutlich, wie religiöse Vorstellungen in unterschiedlichen Epochen bildlich dargestellt wurden.

Für die Oberstufe eignet sich eine vertiefende Auseinandersetzung mit theologischen Konzepten von Auferstehung, Erlösung und Eschatologie. Ebenso können philosophische Positionen zum Tod und zur Hoffnung auf ein Weiterleben einbezogen werden. Dabei bietet sich die Möglichkeit, religiöse Antworten mit säkularen Perspektiven zu vergleichen.

Eine kreative Vertiefung kann darin bestehen, dass die Lernenden Briefe aus der Perspektive eines Jüngers oder einer Jüngerin verfassen, die dem Auferstandenen begegnet sind. Ebenso können sie eigene Symbole der Hoffnung entwickeln und erläutern, weshalb diese geeignet erscheinen, die christliche Auferstehungshoffnung auszudrücken.

Das Medium fördert die Deutungskompetenz, die Urteilskompetenz und die Fähigkeit zur existenziellen Reflexion. Die Lernenden setzen sich mit grundlegenden Fragen nach Leben, Tod, Hoffnung und Zukunft auseinander und gewinnen Einblicke in zentrale Glaubensüberzeugungen des Christentums. Zugleich eröffnet das Video Möglichkeiten, persönliche Fragen nach Sinn, Endlichkeit und Hoffnung in einem geschützten Unterrichtsrahmen zu thematisieren.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q1 Jesus Christus – das menschgewordene Wort Gottes

Q1.2 Die Auferstehung Jesu: Hoffnung über den Tod hinaus.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 2. Der Geist Jesu Christi als Lebensprinzip der Gemeinde.

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