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Bistum PassauBischof Stefan Oster

Bistum Passau,

Bischof Stefan Oster

Aufgefahren in den Himmel – Credo 07.

Veröffentlichung:15.11.2023

Das Video behandelt die Aussagen des Apostolischen Glaubensbekenntnisses „aufgefahren in den Himmel“ und „er sitzt zur Rechten Gottes, des Vaters“. Ausgangspunkt sind die vierzig Tage zwischen Auferstehung und Himmelfahrt sowie die symbolische Bedeutung der Zahl vierzig in der Bibel. Der Referent erläutert die Himmelfahrt Jesu nicht als räumliche Bewegung in den Himmel, sondern als Übergang in eine neue Weise der Gegenwart Gottes. Dabei werden biblische Bilder aus der Offenbarung des Johannes, die Vorstellung der himmlischen Liturgie sowie die Symbolik des Lammes und des Löwen von Juda aufgegriffen. Das Video deutet Christus als denjenigen, der den Sinn der Weltgeschichte erschließt und die Schöpfung zu Gott zurückführt. Die Aussage vom Sitzen zur Rechten Gottes wird als Zeichen seiner Herrlichkeit, Vollmacht und universalen Gegenwart verstanden. Gleichzeitig wird betont, dass Christinnen und Christen durch den Heiligen Geist an der Sendung Jesu teilnehmen und zur Mitgestaltung der Welt im Sinne Gottes berufen sind.

Vierzig Tage lang erschien Jesus nach seiner Auferstehung den Jüngern, bevor er in den Himmel aufgenommen wurde. Vierzig Tage und Nächte war Noah nach der Sintflut in der Arche und vierzig Tage und Nächte war Mose auf dem Berg Sinai, bevor er die Gesetzestafeln empfängt. Elija wanderte vierzig Tage Nächte durch die Wüste, ehe er am Berg Horeb Gott begegnet und vierzig Jahre zieht Israel durch die Wüste, ehe sie ins gelobte Land kommen. Und Jesus? Er ging vierzig Tage und Nächte in die Wüste und fastet. Warum ist diese Zahl in der Bibel so bedeutsam? Besteht vielleicht sogar ein Zusammenhang zwischen den Erzählungen, aus dem die Zeit zwischen Ostern und Himmelfahrt verständlich wird?

Das Glaubensbekenntnis spricht weiter davon, dass Jesus in den Himmel aufgefahren ist. Wie kann man sich das vorstellen? Wie eine uns oft so vertraute Darstellung aus barocken Kirchen? Ein Buch der Hl. Schrift, die Offenbarung des Johannes, gibt uns Auskunft: Der Autor schildert seine Vision des Himmels und versucht zu beschreiben, was er sieht. Und als er Jesus erblickt, fällt er wie tot vor ihm nieder – so strahlt dieser in seiner Herrlichkeit. In einer weiteren Szene wird geschildert, dass das Buch mit den sieben Siegeln herbeigetragen wird. Nur das Lamm kann es öffnen. Was bedeutet das? Um welches Buch handelt es sich? Und was können wir noch über den Himmel wissen?

Das Credo beschreibt weiter, dass Jesus nun zur Rechten Gottes sitze. Was heißt es, zur Rechten Gottes zu sitzen? Gibt es eine Rangordnung im Himmel? Und was ist darüber hinaus damit gemeint? Darüber spricht Bischof Stefan Oster im siebten Video über das Credo.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II in Unterrichtseinheiten zum Apostolischen Glaubensbekenntnis, zu Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Offenbarung, Eschatologie, christlicher Hoffnung sowie zur Frage nach Gottes Gegenwart in der Welt. Die Thematik fordert Lernende dazu heraus, religiöse Symbolsprache zu entschlüsseln und zwischen wörtlichen und theologischen Deutungen zu unterscheiden.

Ein möglicher Einstieg kann über die Frage erfolgen, was Menschen meinen, wenn sie vom Himmel sprechen. Die Lernenden sammeln unterschiedliche Vorstellungen aus Alltag, Kultur, Religion und persönlichen Erfahrungen. Anschließend kann diskutiert werden, ob der Himmel als Ort, Zustand oder Beziehung verstanden werden kann. Dadurch wird ein Zugang zu den theologischen Aussagen des Videos eröffnet.

Während der Sichtung können arbeitsteilige Beobachtungsaufträge vergeben werden. Eine Gruppe untersucht die Bedeutung der Zahl vierzig in der Bibel. Eine weitere Gruppe analysiert die Aussagen zur Himmelfahrt Jesu. Eine dritte Gruppe arbeitet die Bilder der Offenbarung des Johannes heraus. Eine vierte Gruppe sammelt Aussagen über die Bedeutung Jesu für die Weltgeschichte und die Sendung der Kirche.

Besonders ergiebig ist die Arbeit mit religiöser Symbolsprache. Die Lernenden können untersuchen, weshalb biblische Texte häufig mit Bildern, Symbolen und Visionen arbeiten und welche Aussagen dadurch vermittelt werden sollen. Die Darstellungen des Lammes, des Löwen von Juda, der himmlischen Liturgie oder der sieben Siegel bieten hierfür vielfältige Anknüpfungspunkte.

Methodisch bietet sich eine Bildanalyse an. Kunstwerke zur Himmelfahrt Christi oder Darstellungen aus der Offenbarung können betrachtet und interpretiert werden. Die Lernenden können herausarbeiten, welche theologischen Aussagen durch die Bilder transportiert werden und wie sich diese von einem rein naturwissenschaftlichen Weltverständnis unterscheiden.

Für die Oberstufe eignet sich eine vertiefende Auseinandersetzung mit der Offenbarung des Johannes als apokalyptischem Text. Dabei können die symbolische Sprache, die Hoffnungsbotschaft und die gesellschaftskritischen Elemente dieser Schrift untersucht werden. Ebenso kann die Frage diskutiert werden, ob Geschichte einen Sinn besitzt und welche Antworten Religion und Philosophie darauf geben.

Eine kreative Vertiefung kann darin bestehen, dass die Lernenden eigene moderne Symbole für Hoffnung, Vollendung oder Gottes Gegenwart entwickeln. Ebenso können sie Visionen einer gerechten und versöhnten Welt formulieren und mit den biblischen Hoffnungsbildern vergleichen.

Das Medium fördert insbesondere die Deutungskompetenz im Umgang mit religiösen Symbolen und biblischen Texten. Zugleich stärkt es die Urteilskompetenz, indem die Lernenden unterschiedliche Vorstellungen von Himmel, Geschichte und Zukunft reflektieren. Die Verbindung von biblischer Tradition, theologischer Reflexion und existenziellen Fragen eröffnet vielfältige Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit Sinn, Hoffnung und Verantwortung in der Gegenwart.

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Sekundarstufe II | Q1 Jesus Christus – das menschgewordene Wort Gottes

Q1.2 Die Auferstehung Jesu: Hoffnung über den Tod hinaus.

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Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 1. Sterben und Tod, Erlösung und Auferstehung.

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