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Bistum PassauBischof Stefan Oster

Bistum Passau,

Bischof Stefan Oster

Gemeinschaft, Vergebung, Auferstehung und ewiges Leben - Credo 11.

Veröffentlichung:13.12.2023

Das Video bildet den Abschluss einer Reihe zum Apostolischen Glaubensbekenntnis und behandelt die letzten vier Glaubensaussagen: die Gemeinschaft der Heiligen, die Vergebung der Sünden, die Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Der Referent erläutert die Vorstellung einer Gemeinschaft von Glaubenden, die Himmel und Erde umfasst und in der Lebende und Verstorbene miteinander verbunden bleiben. Darüber hinaus erklärt er den christlichen Begriff der Sünde als Trennung von Gott und als konkrete Verfehlung im menschlichen Handeln. Die Vergebung der Sünden wird als zentrales Geschenk Jesu Christi vorgestellt, das insbesondere im Sakrament der Beichte sichtbar wird. Im weiteren Verlauf richtet sich der Blick auf die Hoffnung auf die Auferstehung der Toten und das ewige Leben bei Gott. Dabei werden eindrucksvolle Bilder von Freude, Erfüllung und vollkommener Gemeinschaft verwendet, um die christliche Hoffnung auf die endgültige Begegnung mit Gott zu verdeutlichen. Das Video schließt mit einer Ermutigung, das Glaubensbekenntnis nicht nur zu sprechen, sondern als Orientierung für das eigene Leben und Glauben zu verstehen.

Im letzten Teil des Credos bekennen wir: „Ich glaube ... Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.“ So endet unser Glaubensbekenntnis.

Nach all den Bekenntnissen über Gott, das Leben Jesu und die Kirche scheinen diese Bekenntnisse nochmal viele der „typisch katholischen“ Themen anzusprechen. Gleich der erste Satz nennt die Gemeinschaft der Heiligen. Sind aber die Heiligen denn nicht schon alle tot? Wie stellen wir uns eine solche Gemeinschaft vor? Und warum haben Heilige einen so wichtigen Stellenwert, dass wir sie im Glaubensbekenntnis nennen?

Jesus kam zur Vergebung der Sünden in die Welt, um uns nach Hause zum Vater zu holen. Denn Sünde trennt uns vom Vater. Um zu verstehen, was die Vergebung der Sünden bedeutet, ist es wichtig, sich erst einmal zu fragen, was Sünde ist. Nur die schlechte Tat? Oder könnte Sünde auch noch mehr sein? Und was ist demnach mit der Vergebung der Sünden gemeint?

Zum zweiten Mal im Credo sprechen wir von der Auferstehung: Beim ersten Mal bekennen wir die Auferstehung Jesu, dieses Mal die Auferstehung der Toten. Bedeutet das, dass wir wie Jesus auferstehen? Und wann wird diese Auferstehung sein?

Und das ewige Leben. So endet das letzte Bekenntnis im Credo und kündigt eine neue Hoffnung an. Die Hoffnung auf das ewige Leben beim Vater in der Ewigkeit. Doch in der Ewigkeit, wird es uns da nicht langweilig? Und was stelle ich mir unter dem ewigen Leben im Himmel vor? Darüber spricht Bischof Stefan Oster im elften Video über das Credo.

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Das Video eignet sich besonders für Unterrichtseinheiten zum Apostolischen Glaubensbekenntnis, zur christlichen Eschatologie sowie zu Fragen nach Schuld, Vergebung, Tod und Hoffnung. Aufgrund seiner existenziellen Themen bietet es zahlreiche Anknüpfungspunkte an die Lebenswelt der Lernenden und kann in den Jahrgangsstufen 8 bis 13 eingesetzt werden.

Ein geeigneter Einstieg kann über die Frage erfolgen: „Was gibt Menschen Hoffnung angesichts von Leid, Schuld und Tod?“ Die Lernenden sammeln eigene Vorstellungen und Erwartungen an ein Leben nach dem Tod. Anschließend können die zentralen Aussagen des Glaubensbekenntnisses vorgestellt und mit den Antworten der Lernenden verglichen werden.

Während der Sichtung bietet sich eine arbeitsteilige Erschließung der vier Themenbereiche an. Kleingruppen erhalten jeweils einen Schwerpunkt: Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten oder ewiges Leben. Die Gruppen halten die Kernaussagen fest und präsentieren diese anschließend der Klasse. Auf diese Weise entsteht ein Gesamtbild der christlichen Hoffnungsperspektive.

Besonders ergiebig ist die Auseinandersetzung mit dem Begriff der Sünde. Viele Lernende verbinden damit vor allem moralische Verbote oder Schuldgefühle. Das Video eröffnet eine differenzierte Perspektive, indem Sünde zunächst als Trennung von Gott und als gestörte Beziehung verstanden wird. Dies ermöglicht Gespräche über gelingende und misslingende Beziehungen, Vertrauen, Entfremdung und Versöhnung. Die Lernenden können anhand von Fallbeispielen untersuchen, wie Konflikte entstehen und welche Bedeutung Vergebung für menschliches Zusammenleben besitzt.

Die Aussagen zur Vergebung der Sünden eignen sich für eine Diskussion über Schuld und Neuanfang. Die Lernenden können reflektieren, warum Menschen Fehler machen, weshalb Vergebung wichtig ist und welche Chancen in der Möglichkeit eines Neuanfangs liegen. Dabei können auch biblische Geschichten der Versöhnung einbezogen werden.

Im Themenbereich Auferstehung und ewiges Leben bietet sich eine kreative Annäherung an. Die Lernenden können Bilder, Symbole oder Texte entwickeln, die ihre Vorstellungen von Hoffnung, Vollendung und Glück ausdrücken. Die im Video genannten Beispiele von Schönheit, Freude und Staunen können als Impulse dienen. Ebenso können Kunstwerke, Musikstücke oder literarische Texte herangezogen werden, die Erfahrungen von Transzendenz und Ergriffenheit beschreiben.

Für die Oberstufe eröffnet das Video Möglichkeiten zur philosophischen und theologischen Reflexion. Die Lernenden können unterschiedliche Vorstellungen vom Leben nach dem Tod vergleichen und die Frage diskutieren, welche Bedeutung die Hoffnung auf Auferstehung für das gegenwärtige Leben besitzt. Dabei können auch Positionen aus Philosophie, Humanismus oder anderen Religionen einbezogen werden.

Methodisch eignet sich das Medium für Gruppenarbeit, Lerntempoduett, Placemat Verfahren, Think Pair Share, Standbildarbeit, kreative Schreibaufgaben oder eine Zukunftswerkstatt zum Thema Hoffnung. Besonders gewinnbringend ist eine abschließende Reflexion darüber, welche Aussage des Glaubensbekenntnisses die Lernenden persönlich am meisten anspricht oder herausfordert.

Das Video verbindet zentrale Inhalte des christlichen Glaubens mit grundlegenden menschlichen Fragen nach Schuld, Versöhnung, Tod, Hoffnung und Sinn. Dadurch eignet es sich hervorragend für einen lebensweltorientierten Religionsunterricht, der theologisches Lernen mit persönlicher Reflexion verbindet.

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