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Bistum PassauBischof Stefan Oster

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Bischof Stefan Oster

Wo Jesus wohnt - Abschiedsreden Jesu

Veröffentlichung:5.8.2023

Das Video bietet eine ausführliche Auslegung zentraler Aussagen aus dem 14. Kapitel des Johannesevangeliums. Im Mittelpunkt stehen Jesu Worte „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ sowie die Verheißung der Wohnungen im Haus des Vaters. Der Referent entfaltet die Vorstellung, dass Gott im Herzen des Menschen Wohnung nehmen möchte und dass christlicher Glaube weit mehr ist als die Zustimmung zu religiösen Lehren. Vielmehr wird er als existenzielle Lebensgemeinschaft mit Jesus verstanden. Darüber hinaus werden die Themen Wahrheit, Freiheit, Gebet, Gotteserkenntnis, Heiliger Geist, Friede und Freude vertieft. Das Video beschäftigt sich außerdem mit der Frage nach dem Bösen, der Versuchung und dem geistlichen Kampf des Menschen. Insgesamt wird das Johannesevangelium als Einladung verstanden, durch die Beziehung zu Christus zu einem erfüllten, wahrhaftigen und von Gott getragenen Leben zu gelangen.

Wo wohnt Jesus? Diese Frage stellten die Jünger Jesus zu Beginn des Johannesevangeliums. Doch wie ist dieses „wohnen“ gemeint? Mit einer festen Einbauküche, einem Garten und einer bequemen Couch? Oder meint dieses Wort vielleicht noch so viel mehr?

In den Abschiedsreden Jesu gibt er uns einen Hinweis, wie es zu verstehen ist. Nach der Frage der Jünger schreibt das Evangelium weiter, dass sie mit ihm gingen und bei ihm blieben. Mehr als eine Sesshaftigkeit im weltlichen Sinne bezeichnet es also eine existenzielle Lebensform des Miteinanders (einüben) – um durch Jesus zum Vater zu gelangen, denn: Wer mit ihm geht, der geht auf dem Weg durch die Wahrheit ins Leben zum Vater nachhause.

Doch wie komme ich zum Vater? Wie finde ich Gott? Und was ist Wahrheit? Darüber spricht Bischof Stefan Oster im zweiten Video der Reihe über die Abschiedsreden Jesu – jetzt zum Nachschauen.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II in Unterrichtseinheiten zum Johannesevangelium, zur Christologie, zur Gottesfrage, zur christlichen Anthropologie sowie zu den Themen Wahrheit, Freiheit und Identität. Aufgrund seiner theologischen Dichte empfiehlt sich insbesondere der Einsatz in den Jahrgangsstufen 10 bis 13.

Als Einstieg kann die Lehrkraft den zentralen Satz Jesu „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ an die Tafel schreiben und die Lernenden spontan notieren lassen, welche Gedanken, Fragen oder Einwände sie mit dieser Aussage verbinden. Bereits hier entsteht ein spannender Zugang zu Fragen nach Wahrheit, Orientierung und Lebenssinn.

Da das Video zahlreiche Themen anspricht, empfiehlt sich eine arbeitsteilige Erschließung. Unterschiedliche Gruppen können jeweils einen Themenbereich bearbeiten, beispielsweise „Die Wohnungen des Vaters“, „Jesus als Weg“, „Wahrheit und Wahrhaftigkeit“, „Der Heilige Geist als Beistand“, „Friede und Freude“ oder „Die Frage nach dem Bösen“. Anschließend werden die Ergebnisse in einem Gruppenpuzzle zusammengeführt.

Besonders gewinnbringend ist die Auseinandersetzung mit dem Wahrheitsbegriff. Die Lernenden können verschiedene Formen von Wahrheit unterscheiden, etwa mathematische Wahrheit, wissenschaftliche Wahrheit, persönliche Wahrheit und religiöse Wahrheit. Das Video bietet hierfür zahlreiche Impulse. Die Frage „Was bedeutet es, wahrhaftig zu leben?“ kann Ausgangspunkt für intensive Gespräche über Authentizität, Gruppendruck, soziale Medien und gesellschaftliche Erwartungen sein.

Ein weiterer didaktischer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Identität. Der Referent beschreibt jeden Menschen als einzigartiges Kunstwerk Gottes. Die Lernenden können darüber nachdenken, welche Faktoren ihre Identität prägen und wie sich christliche Vorstellungen von Individualität von gesellschaftlichen Leistungs oder Konsumidealen unterscheiden. Hier bieten sich kreative Methoden wie biografisches Schreiben, Symbolarbeit oder die Gestaltung eines persönlichen Lebensweges an.

Die Ausführungen zum Heiligen Geist als Tröster und Beistand ermöglichen Gespräche über Krisenerfahrungen, Trost und Hoffnung. Die Lernenden können Situationen sammeln, in denen Menschen Unterstützung benötigen, und diskutieren, welche Rolle Religion und Glaube dabei spielen können.

Im Oberstufenunterricht eignet sich das Video für die Auseinandersetzung mit theologischen Wahrheitsansprüchen. Die Aussage Jesu, der einzige Weg zum Vater zu sein, eröffnet Diskussionen über religiösen Pluralismus, Toleranz und den Wahrheitsanspruch verschiedener Religionen. Hier können unterschiedliche Positionen analysiert und argumentativ bewertet werden.

Die Passagen über den Frieden Christi und die Freude des Glaubens ermöglichen einen lebensweltbezogenen Zugang. Die Lernenden können reflektieren, wodurch Menschen heute Frieden und Glück suchen und wie sich diese Vorstellungen von der im Video beschriebenen christlichen Perspektive unterscheiden.

Methodisch eignet sich das Medium für Gruppenarbeit, Lerntempoduett, Debatte, philosophisches Gespräch, Bibelarbeit, Schreibgespräche, Standbildarbeit sowie kreative Reflexionsaufgaben. Besonders sinnvoll ist die Arbeit mit ausgewählten Bibelstellen aus Johannes 14, die parallel zum Video erschlossen werden können. Dadurch lernen die Lernenden, zwischen biblischem Text und theologischer Interpretation zu unterscheiden.

Das Video eröffnet einen anspruchsvollen Zugang zu zentralen Fragen menschlicher Existenz. Es verbindet biblische Theologie mit lebenspraktischen Fragestellungen nach Wahrheit, Identität, Gemeinschaft, Hoffnung und Orientierung und eignet sich deshalb hervorragend für einen reflektierten und dialogorientierten Religionsunterricht.

Hessen

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Q1.2 Die Auferstehung Jesu: Hoffnung über den Tod hinaus.

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