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Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

Leibniz II: Metaphysik und Erfahrung

Veröffentlichung:29.3.2021

Das Video bietet eine Einführung in zentrale Gedanken des Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz. Im Mittelpunkt stehen seine Bemühungen, die Vielfalt der Kulturen, Sprachen und Erkenntniswege mit einer universalen Vernunft zu verbinden. Dabei wird deutlich, wie Leibniz Rationalismus und Erfahrung zusammendenkt und sich intensiv mit außereuropäischen Traditionen, insbesondere dem Konfuzianismus in China, auseinandersetzt. Darüber hinaus erläutert das Video seine berühmten metaphysischen Grundfragen wie „Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?“ sowie das Prinzip des zureichenden Grundes. Abschließend werden die Wirkungsgeschichte seines Denkens, seine Vorstellung von Perfektion und Glückseligkeit sowie die kritische Auseinandersetzung Immanuel Kants mit dem Leibnizianismus dargestellt.

Leibniz‘ überragendes Genie überwand auch andere Grenzen: Er entwickelte einen universellen Logik-Kalkül, eine Begriffsschrift, die für alle Denkoperationen geeignet sein sollte. Zugleich aber studierte er die Pluralität der Sprachen und blickte mit Faszination auf China, die Gegenküste Europas. Leibniz ging von der „besten aller möglichen Welten“ aus, worin für ihn auch die Antwort auf die Theodizeefrage impliziert war. Leid und Grausamkeit der Welt warfen zunehmend die Frage auf, ob alles, was geschieht, einen zureichenden Grund hat.


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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video insbesondere in der gymnasialen Oberstufe sowie in philosophisch orientierten Unterrichtseinheiten der Sekundarstufe II. Es eröffnet vielfältige Zugänge zu grundlegenden Fragen menschlicher Existenz, nach dem Ursprung der Welt, nach Sinn, Ordnung und Vernunft. Lernende können die Frage nach dem Sein als philosophische und zugleich religiöse Grundfrage erschließen und mit theologischen Schöpfungsvorstellungen vergleichen. Besonders gewinnbringend ist die Auseinandersetzung mit Leibniz’ Prinzip des zureichenden Grundes, da es zur Reflexion über Kausalität, Gottesvorstellungen und die Frage nach dem Warum anregt. Methodisch bietet sich zunächst eine arbeitsteilige Analyse zentraler Aussagen des Videos an. Anschließend können Lernende in Gruppen diskutieren, ob alles einen Grund haben muss oder ob Zufall und Kontingenz ebenfalls grundlegende Merkmale der Wirklichkeit sind. Ebenso kann die von Leibniz betonte Begegnung verschiedener Kulturen genutzt werden, um interkulturelles Lernen zu fördern und Gemeinsamkeiten zwischen europäischen und asiatischen Denkweisen herauszuarbeiten. Eine vertiefende Diskussion kann sich der Frage widmen, ob die Welt tatsächlich auf Perfektion ausgerichtet ist oder ob Leid und Ungerechtigkeit gegen eine solche Vorstellung sprechen. Durch den Vergleich mit Positionen von Kant, Nietzsche oder religiösen Traditionen werden unterschiedliche Deutungsmuster sichtbar und kritisch reflektierbar. Das Video eignet sich daher besonders zur Förderung philosophischer Urteilskompetenz, zur Auseinandersetzung mit Weltdeutungen sowie zur Verbindung von Philosophie, Religion und Kulturgeschichte.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 7. Allgemeine Gottesidee, philosophischer Gottesbegriff und personales Gottesbild.

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 1. Grundzüge christlicher Moral im Kontext philosophischer Ethik.

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