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Hubertus Holschbach | ru-digitalEine Frage des Glaubens | katholisch.de

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Eine Frage des Glaubens | katholisch.de

Gottes Nähe wirklich spüren?

Muss man Gott spüren, um richtig zu glauben? Eine Frage des Glaubens

Veröffentlichung:21.3.2025

Die Unterrichtsstunde "Gottes Nähe wirklich spüren?" thematisiert die persönliche Gottesbeziehung zu einem personalen Gott.

Die Stunde ist im Feld methodisch-didaktischer Kommentar beschrieben. Dort sind zudem Fragestellungen mit Zeitstempeln und ein multiple-choice Test enthalten.

Diese 90 minütige Unterrichtsstunde setzt sich mit der Frage auseinander, welche Bedeutung Gefühle für den christlichen Glauben besitzen und ob Gottes Nähe nur durch intensive persönliche Erfahrungen wahrgenommen werden kann. Ausgangspunkt ist ein persönliches Glaubenszeugnis, in dem ein Mann von seiner Gotteserfahrung während einer schweren Lebenskrise berichtet. Die Lernenden reflektieren dabei, dass Glaube sowohl emotionale Erfahrungen als auch Vertrauen, Hoffnung und bewusste Entscheidungen umfasst. Durch digitale Methoden, kreative Arbeitsformen und den Austausch eigener Gedanken lernen sie unterschiedliche Formen religiöser Erfahrungen kennen und setzen diese mit biblischen Aussagen und ihrem eigenen Leben in Beziehung. Dabei wird deutlich, dass Gottes Nähe von Menschen sehr unterschiedlich erlebt wird und dass auch Zweifel, Leid oder das Ausbleiben besonderer Gefühle zum Glaubensweg gehören können.

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Methodisch verbindet die Unterrichtsstunde digitale Medien, kooperative Lernformen und kreative Ausdrucksmöglichkeiten. Nach einem aktivierenden Einstieg mit einer digitalen Umfrage und einem Videoimpuls tauschen sich die Lernenden zunächst in Kleingruppen über die Bedeutung von Gefühlen im Glauben aus und sichern ihre Ergebnisse auf einer digitalen Pinnwand. Anschließend entwickeln sie in einem kreativen Arbeitsauftrag ein digitales Moodboard oder nehmen ein persönliches Audiostatement auf, in dem sie ihre Vorstellungen von Gottesnähe gestalten. Die Präsentationsphase ermöglicht den Austausch unterschiedlicher Perspektiven und fördert Empathie sowie religiöse Sprachfähigkeit. Eine digitale Abschlussreflexion hilft dabei, die wichtigsten Erkenntnisse zu sichern und persönliche Lernfortschritte sichtbar zu machen. Die differenzierte Hausaufgabe bietet den Lernenden die Möglichkeit, sich entweder kreativ oder schriftlich weiter mit den Themen Gotteserfahrung, Trost und Hoffnung auseinanderzusetzen. Biblische Texte wie Psalm 34, Johannes 20,29 und 2 Korinther 5,7 vertiefen die theologischen Inhalte und zeigen, dass christlicher Glaube nicht allein auf Gefühle angewiesen ist, sondern auch von Vertrauen und Hoffnung getragen wird. Gleichzeitig schafft die Unterrichtsstunde einen geschützten Raum für Gespräche über Leid, Trauer und persönliche Erfahrungen und verweist auf seelsorgliche Unterstützungsmöglichkeiten, falls Lernende eigene belastende Erfahrungen einbringen möchten. Insgesamt verbindet die Stunde religiöse Bildung, Medienkompetenz, Persönlichkeitsentwicklung und kreative Gestaltung auf lebensweltorientierte Weise.

Unterrichtsstunde: "Gottes Nähe spüren – Braucht Glaube ein Gefühl?"

Dauer: 90 Minuten


I. Einführung (15 Min)

Impulsfrage auf der digitalen Tafel: "Hast du schon einmal etwas gespürt, das du nicht sehen konntest – und wusstest trotzdem, dass es da ist?"

Kurze Umfrage über digitales Abstimmungstool (z. B. Mentimeter): "Glaube ich nur, wenn ich etwas fühle?" – Ergebnisse werden direkt angezeigt

Einstieg durch kurzes Video (ca. 4 Min): Ausschnitt aus dem Video „Gottes Nähe wirklich spüren?“ mit Fokus auf die Szene mit dem Holzkreuz (Timestamp ca. 01:58–03:04)


II. Diskussion (15 Min)

Fragen zur Diskussion in Kleingruppen:

Muss man Gott spüren, um an ihn zu glauben?

Wie unterscheiden sich persönliche Gotteserfahrungen?

Welche Rolle spielt das Gefühl in anderen Lebensbereichen (Liebe, Freundschaft, Vertrauen)?

Digitale Pinnwand (z. B. Padlet): Schüler posten ihre Gedanken stichwortartig


1. Muss man Gott spüren, um an ihn zu glauben?

Nein, man muss Gott nicht spüren, um an ihn zu glauben. Glaube ist oft ein inneres Vertrauen – auch ohne emotionale Erlebnisse. Viele Menschen glauben an Gott, weil sie durch Erziehung, Bibeltexte, Gemeinschaft oder eigene Überzeugung eine tiefe Gewissheit haben. Das Spüren kann helfen, den Glauben zu vertiefen, ist aber keine Voraussetzung. Es gibt Zeiten, in denen sich Gott fern anfühlt – gerade dann kann der Glaube besonders stark sein, weil er ohne sichtbare oder fühlbare Beweise getragen wird.


2. Wie unterscheiden sich persönliche Gotteserfahrungen?

Persönliche Gotteserfahrungen sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Manche erleben Gott in Krisen, andere in Momenten der Freude oder in der Natur. Für einige ist es ein stilles inneres Wissen, für andere ein intensives Gefühl der Geborgenheit, eine Eingebung oder ein tiefes Verstehen. Es gibt auch Gotteserfahrungen durch andere Menschen – z. B. wenn jemand zur richtigen Zeit hilft oder beisteht. Manche erleben Gott täglich, andere nur in bestimmten Schlüsselmomenten.


3. Welche Rolle spielt das Gefühl in anderen Lebensbereichen (Liebe, Freundschaft, Vertrauen)?

Gefühle sind zentrale Bestandteile in Beziehungen – sie verbinden Menschen miteinander. In der Liebe sind Gefühle oft der Ursprung für Nähe und Hingabe. In Freundschaften stärken Gefühle wie Freude, Mitgefühl und Loyalität das Miteinander. Beim Vertrauen braucht es oft ein gutes Gefühl, um sich jemandem wirklich zu öffnen. Doch auch hier gilt: Gefühle kommen und gehen – was bleibt, ist oft die Entscheidung, jemanden zu lieben, beizustehen oder zu vertrauen. So ist es auch im Glauben.


III. Praktische Anwendung (20 Min)

Kreativauftrag: "Gestalte ein digitales Moodboard (z. B. mit Canva, PowerPoint, Google Slides), das deine Vorstellung von 'Gottesnähe' darstellt – mit Bildern, Symbolen, Worten, Farben."

Alternativ: Erstelle ein kurzes Audio-Statement (max. 1 Minute) mit Smartphone/Mikro, in dem du erzählst, wann du dich einer größeren Kraft nah gefühlt hast (real oder fiktiv).


IV. Präsentation der praktischen Anwendung (10 Min)

Freiwillige präsentieren ihre Moodboards oder Statements (max. 3–4 Beiträge)

Kurze Reaktionen der Klasse über Emoji-Reaktionen auf der digitalen Tafel


V. Reflexion und Zusammenfassung (10 Min)

Reflexionsfragen:

Was habe ich heute über Glaube und Gefühl gelernt?

Was hat mich überrascht oder bewegt?

Digitales Exit-Ticket: Schüler schreiben 1 Satz auf die Tafel: "Ich nehme mit…"


VI. Hausaufgabe (frei wählbar, nach Differenzierung)

Wahlaufgabe:

Verfasse einen Tagebucheintrag (1 Seite) aus Sicht der Person im Video: Was hat sie an dem Tag in der Kirche gefühlt?

Oder: Schreibe ein Gebet oder Gedicht zum Thema "Gott in meinem Schmerz".


VII. Abschließende Worte (5 Min)

Ermutigung, dass Glaube viele Ausdrucksformen hat – nicht nur emotional, sondern auch durch Verstand, Vertrauen, Gemeinschaft

Hinweis auf seelsorgerliche Anlaufstellen bei persönlichen Themen (Schulpfarrerin, Vertrauenslehrerin)


VIII. Zusätzliche kreative Ideen (optional)

Stationenlernen: Verschiedene Erfahrungsstationen (Musik, Stille, Kunst, Bibeltext, Lebenszeugnis)

Interaktive Timeline: Wann erleben Menschen im Laufe ihres Lebens Gottesnähe?

Szenische Umsetzung: Theaterstück oder Rollenspiel zur Szene im Video


IX. Bibelzitate zum Thema

"Denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen." – 2. Korinther 5,7

"Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind." – Psalm 34,19

"Selig sind, die nicht sehen und doch glauben." – Johannes 20,29

Methoden:

Videoanalyse

Medien, die Teil des aufgelisteten Materials sind und in weiteren Kontexten Verwendung finden können.

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21.3.2025

Umfang: Anregung

Schulbereich: Sekundarstufe I

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Fragen und suchen: Existiert Gott?.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Hört Gott mein Gebet Beten als Ausdruck der Beziehung zu Gott
  • Was den Glauben an Gott in Frage stellt: Naturalismus Theodizee

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