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Stiftung Vernetzt denken

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Welche Bedürfnisse haben Menschen? Teil 2

Veröffentlichung:7.3.2024

Das Video vertieft das Thema Bedürfnisse und stellt die Bedürfnispyramide nach Abraham Maslow als Modell zur Einordnung menschlicher Bedürfnisse vor. Zunächst werden die grundlegenden Erkenntnisse aus dem vorherigen Video wiederholt und die Definition eines Bedürfnisses als etwas erläutert, das notwendig ist, um schwerwiegende körperliche oder psychische Schäden zu vermeiden. Anschließend werden die fünf Kategorien der Maslowschen Bedürfnispyramide vorgestellt: körperliche Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, soziale Bedürfnisse, Individualbedürfnisse und Selbstverwirklichung. Gleichzeitig macht das Video deutlich, dass dieses Modell nicht uneingeschränkt gültig ist und vor allem die Sichtweise westlicher Gesellschaften widerspiegelt. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die klare Unterscheidung zwischen Bedürfnissen und Wünschen. Mithilfe einer ergänzenden Bedürfnis Wunsch Pyramide wird gezeigt, dass in jeder Bedürfniskategorie auch Wünsche entstehen können, die über das Lebensnotwendige hinausgehen. Anschauliche Beispiele wie Markenkleidung, Likes in sozialen Netzwerken, Fernreisen oder luxuriöse Wohnungen verdeutlichen, dass Werbung und Konsum häufig Wünsche erzeugen, die fälschlicherweise als Bedürfnisse wahrgenommen werden. Das Video zeigt schließlich, dass die Unterscheidung zwischen Bedürfnissen und Wünschen eine wesentliche Voraussetzung für Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit ist.

Im ersten Videoteil haben wir erarbeitet, was Bedürfnisse sind – in Abgrenzung zu Wünschen. In diesem Videoteil lernen wir unterschiedliche Bedürfnisarten sowie die Bedürfnispyramide nach Abraham Maslow kennen. Zudem erstellen wir eine Bedürfnis-Wunsch-Pyramide. Mit dem Wissen aus diesem Videoteil wirst du deine Bedürfnisse besser von deinen Wünschen abgrenzen können.

Näher mit Bedürfnissen befasst hat sich der US-amerikanische Psychologe Abraham Maslow. Nach seinen Erkenntnissen können Bedürfnisse in fünf Kategorien unterteilt werden: Erstens, die Erfüllung der körperlichen Bedürfnisse hat für Menschen die höchste Priorität. Man spricht hier von physiologischen Bedürfnissen. Dazu zählen beispielsweise Nahrung, Trinken und Schlaf. Zweitens, erst wenn die physiologischen Bedürfnisse zumindest zu einem hohen Grad erfüllt sind, werden Sicherheitsbedürfnisse relevant. Dazu zählen etwa eine Unterkunft und eine sichere Umgebung. Drittens, anschließend streben Menschen danach, ihre sozialen Bedürfnisse zu erfüllen, wie etwa soziale Kontakte und Zuneigung. Viertens, sind die sozialen Bedürfnisse gedeckt, werden Individualbedürfnisse offensichtlich, z. B. das Streben nach Anerkennung. Und fünftens, erst wenn die Bedürfnisse der ersten vier Kategorien erfüllt sind, strebt der Mensch laut dem Maslowschen Modell nach übergeordneter Selbstverwirklichung. Dabei geht es darum, die eigene Person weiterzuentwickeln.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht, Ethikunterricht sowie den Politikunterricht der Sekundarstufe. Es fördert die Selbstreflexion der Lernenden und regt dazu an, den eigenen Lebensstil kritisch zu hinterfragen. Vor dem Ansehen können die Lernenden eine persönliche Bedürfnispyramide erstellen und überlegen, welche Dinge ihnen wirklich wichtig sind. Während des Videos ergänzen sie die fünf Kategorien der Bedürfnispyramide und sammeln Beispiele für Bedürfnisse und Wünsche. Anschließend bietet sich eine Gruppenarbeit an, in der verschiedene Alltagsgegenstände oder Konsumgüter den beiden Kategorien zugeordnet werden. Besonders geeignet ist auch die Analyse von Werbeanzeigen, um zu erkennen, wie Werbung Wünsche erzeugt und diese als vermeintliche Bedürfnisse darstellt. Im Religionsunterricht lassen sich Verbindungen zur christlichen Schöpfungsverantwortung, zur Genügsamkeit und zur katholischen Soziallehre herstellen. Biblische Texte wie das Gleichnis vom reichen Kornbauern, die Versuchung Jesu oder die Bergpredigt eröffnen die Möglichkeit, über Maßhalten, Zufriedenheit und den Sinn eines gelungenen Lebens nachzudenken. Ebenso kann die Frage diskutiert werden, welche Bedürfnisse allen Menschen weltweit zustehen und wie nachhaltiges Handeln dazu beiträgt, diese auch zukünftigen Generationen zu sichern. Methodisch eignet sich das Video für Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Diskussionen, Kartenabfragen oder Lerntagebücher und unterstützt die Entwicklung ethischer Urteilsfähigkeit sowie eines verantwortungsvollen Konsumverhaltens.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.2 Darf man alles, was man kann? Fortschritt und menschliche Zukunft.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

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