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Rainer Oberthür

Rainer Oberthür

Wie Kinder den Heiligen Geist verstehen

Veröffentlichung:7.3.2014

Die Unterrichtssequenz "Wie Kinder den Heiligen Geist verstehen" mit sieben Seiten beschreibt die Erfahrung, dass auch Kinder, denen der Heilige Geist bisher fremd ist, offen war, sich diesem Thema anzunähern – vorausgesetzt, es geschieht über erfahrungsorientierte, sinnliche und kreative Zugänge.

Der Fachartikel „Wie Kinder den Heiligen Geist verstehen“ von Rainer Oberthür eröffnet einen erfahrungsorientierten und theologischen Zugang zum Heiligen Geist. Ausgangspunkt ist die Frage, wie Kinder den oft schwer verständlichen Begriff des Heiligen Geistes erfassen können. Der Autor entwickelt dazu verschiedene Unterrichtswege. Den Einstieg bildet das Lied Like the wind, das den Heiligen Geist mit dem unsichtbaren, aber spürbaren Wind vergleicht. Daran schließen sich Gespräche über die Symbolik von Wind, Atem und Lebenskraft sowie biblische Texte aus den Schöpfungserzählungen und der Pfingstgeschichte an. Die Lernenden setzen sich mit Bildern, Symbolkarten, Kunstwerken und Bibeltexten auseinander und formulieren eigene Vorstellungen vom Heiligen Geist. Besonders eindrucksvoll sind die zahlreichen Originalaussagen der Kinder, die den Heiligen Geist beispielsweise als Lebensatem, Mutmacher, Beschützer, Liebe oder Wegweiser beschreiben. Der Beitrag zeigt, dass Kinder durchaus in der Lage sind, anspruchsvolle theologische Inhalte kreativ, symbolisch und existenziell zu erschließen, wenn ihnen geeignete Zugänge eröffnet werden.

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Das Medium eignet sich hervorragend für den Religionsunterricht der Jahrgangsstufen 4 bis 7 und bietet zahlreiche Anregungen für einen kompetenzorientierten Unterricht. Der Einstieg über das Lied Like the wind ermöglicht einen emotionalen Zugang und regt die Lernenden dazu an, über Unsichtbares und dennoch Erfahrbares nachzudenken. Anschließend können Symbolkarten, Bilder oder Naturerfahrungen genutzt werden, um die biblischen Bilder von Wind, Atem, Feuer und Licht zu erschließen. Die Verbindung von Schöpfungsgeschichten, Pfingsterzählung und neutestamentlichen Texten macht deutlich, dass der Heilige Geist als Lebensatem Gottes die gesamte Bibel durchzieht. Besonders gewinnbringend sind die offenen Gesprächsphasen, in denen die Lernenden eigene Gottesbilder entwickeln und sprachlich ausdrücken dürfen. Kreative Methoden wie Bildbetrachtungen, das Weitergestalten von Kunstwerken, Schreibimpulse, das Formulieren eigener Metaphern oder das Gestalten eines Heilige Geist Plakates fördern religiöse Sprachfähigkeit und theologisches Denken. Die im Artikel vorgestellten Aussagen der Kinder können als Gesprächsanlass dienen, um unterschiedliche Vorstellungen wertschätzend miteinander zu vergleichen. Dadurch lernen die Lernenden, dass religiöse Sprache häufig in Bildern spricht und dass Glaubensfragen nicht immer eindeutig beantwortet werden können. Das Medium verbindet biblisches Lernen, ästhetisches Lernen, philosophisches Nachdenken und persönliche Glaubensreflexion auf vorbildliche Weise und eignet sich ebenso für die Vorbereitung auf Pfingsten wie für Unterrichtseinheiten zum Heiligen Geist oder zur Trinität.

Der Einstieg gelingt durch das Lied „Like the wind“ von Triosence und Sara Gazarek, das als emotionalen und atmosphärischen Einstieg im 4. Schuljahr nutzt. Die Kinder hören das Lied zunächst mit geschlossenen Augen, anschließend setzen sie sich mit dem englischen Liedtext und der deutschen Übersetzung auseinander. Ihre Deutungen zeigen, dass sie die metaphorische Ebene (Wind = unsichtbare, aber spürbare Kraft wie Gott oder der Geist) intuitiv erfassen und eigene spirituelle Gedanken entwickeln können – auch wenn sie den Begriff „Heiliger Geist“ zunächst nicht verwenden.

Erst durch eine gezielte Hinführung und Impulsfragen formulieren die Kinder erste eigene Vorstellungen zum Heiligen Geist – z. B. als „Gottes Herz“, als „Glück“, „Schutzengel“ oder „Lebensatem“. Hier zeigt sich, wie sich kindliche Gottesvorstellungen durch Erfahrungen und Sprache entwickeln lassen.

In einem zweiten Zugang arbeitet Oberthür mit Symbolkarten und einer Sitzkreisarbeit rund um die christlichen Feste Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Dabei wird insbesondere Pfingsten als Geburtsfest der Kirche thematisiert – mit einer kindgerechten Erzählung über den Heiligen Geist als „Gottes Lebensatem“. Durch biblische Schöpfungstexte (Genesis) wird die Vorstellung des Geistes als bewegende, lebensspendende Kraft weiter vertieft.

Medien, die Teil des aufgelisteten Materials sind und in weiteren Kontexten Verwendung finden können.

triosence

24.4.2025

Umfang: Anregung

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6G.3 Dem Gott, der befreit, trauen. Aufbruch, Weggeleit, Ankunft.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6.3 Von einer besseren Welt erzählen: Das Reich Gottes.

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