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Trinität - Das Konzil von Nicäa

Veröffentlichung:7.6.2021

Im 4. Jahrhundert gab es unter den Christen verschiedene Meinungen über wichtige Glaubensfragen. Besonders umstritten war die Frage, ob Jesus Christus wirklich göttlich ist oder "nur" ein von Gott geschaffenes Wesen. Der Priester Arius aus Alexandria behauptete, Jesus sei nicht ewig wie Gott, sondern sei erst später von Gott erschaffen worden. Viele andere Christen hielten diese Ansicht jedoch für falsch und gefährlich.

Um diesen Streit zu klären und die Einheit der Kirche zu sichern, lud Kaiser Konstantin rund 300 Bischöfe aus dem gesamten Römischen Reich zu einer Versammlung ein – dem Konzil von Nicäa.

Das wichtigste Ergebnis des Konzils war das Bekenntnis zur Göttlichkeit Jesu Christi. Die Versammlung lehnte die Lehre des Arius (den sogenannten Arianismus) ab. Stattdessen beschloss sie ein gemeinsames Glaubensbekenntnis, das heute als „Nicaenum“ bekannt ist. Darin wird Jesus Christus als „wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater“ beschrieben. Damit stellte das Konzil klar, dass Jesus Christus als Sohn Gottes genauso göttlich und ewig ist wie Gott selbst.

Außerdem beschloss das Konzil von Nicäa noch weitere Regelungen, zum Beispiel über das Datum des Osterfestes oder die Ordnung in der Kirche.

Das Video beschäftigt sich mit dem Ersten Konzil von Nicäa im Jahr 325 und ordnet dieses bedeutende Ereignis in seinen historischen, politischen und theologischen Zusammenhang ein. Es zeigt, wie Kaiser Konstantin das Konzil einberief, um die Einheit des Römischen Reiches und der Kirche zu fördern. Ausführlich wird der sogenannte arianische Streit erläutert, bei dem die Frage im Mittelpunkt stand, wie das Verhältnis Jesu Christi zu Gott dem Vater zu verstehen ist. Dabei werden die unterschiedlichen theologischen Positionen vorgestellt und erklärt, weshalb das Konzil schließlich das Bekenntnis verabschiedete, dass Jesus Christus wahrer Gott und wesensgleich mit dem Vater ist. Darüber hinaus verdeutlicht das Video, welche langfristigen Auswirkungen das Konzil auf die Entwicklung der christlichen Glaubenslehre, das Glaubensbekenntnis und die Geschichte der Kirche hatte.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II sowie für kirchengeschichtliche Unterrichtseinheiten in der Sekundarstufe I. Als Einstieg können Lernende Vermutungen darüber äußern, warum sich die Kirche bereits in den ersten Jahrhunderten über grundlegende Glaubensfragen verständigen musste. Während des Videos erstellen sie eine Zeitleiste mit den wichtigsten Ereignissen von der Regierungszeit Konstantins bis zum Konzil von Nicäa und notieren die unterschiedlichen theologischen Positionen. Anschließend können arbeitsteilige Gruppen die Rolle Konstantins, die Lehre des Arius, die Position seiner Gegner sowie die Bedeutung des Nicänischen Glaubensbekenntnisses erarbeiten und präsentieren. Besonders geeignet ist eine Quellenarbeit mit Auszügen aus dem Glaubensbekenntnis oder biblischen Texten aus dem Johannesevangelium, die im Video angesprochen werden. Ebenso können die Lernenden diskutieren, weshalb theologischen Formulierungen in der Alten Kirche eine so große Bedeutung zukam und welche Auswirkungen das Konzil bis heute auf den christlichen Glauben besitzt. Ein Vergleich zwischen historischen Konzilien und heutigen kirchlichen Entscheidungsprozessen vertieft das Verständnis kirchlicher Strukturen. Das Medium fördert historisches Lernen, Urteilskompetenz und die Fähigkeit, komplexe theologische Fragestellungen nachvollziehbar zu erschließen.

Fragestellungen zum Video mit Antworten


1. Warum berief Kaiser Konstantin das Konzil von Nicäa ein?

Konstantin wollte die innerkirchlichen Streitigkeiten beenden und dadurch auch die Einheit seines Reiches stärken.


2. Wann fand das Konzil von Nicäa statt?

Das Konzil wurde im Jahr 325 nach Christus abgehalten.


3. Welcher Streit stand im Mittelpunkt des Konzils?

Im Mittelpunkt stand die Frage nach dem Verhältnis Jesu Christi zu Gott dem Vater und damit nach der Göttlichkeit Christi.


4. Wer war Arius?

Arius war ein Priester aus Alexandria, der lehrte, dass Christus zwar einzigartig sei, aber von Gott geschaffen wurde und deshalb nicht in gleicher Weise Gott sei.


5. Welche Entscheidung traf das Konzil?

Das Konzil bekannte, dass Jesus Christus wahrer Gott und wesensgleich mit dem Vater ist und nicht zu den geschaffenen Wesen gehört.


6. Was bedeutet der Begriff „wesensgleich“?

Er bedeutet, dass Vater und Sohn dieselbe göttliche Natur besitzen und Christus nicht nur ein besonders geschaffenes Wesen ist.


7. Welche Bedeutung hatte Kaiser Konstantin während des Konzils?

Er nahm eine vermittelnde und politische Rolle ein, leitete das Treffen organisatorisch und unterstützte eine Einigung der Bischöfe.


8. Warum war die Entscheidung des Konzils für die Kirche so wichtig?

Sie schuf eine gemeinsame Grundlage des christlichen Glaubens und trug zur Einheit der Kirche bei.


9. Welche Bedeutung hat das Nicänische Glaubensbekenntnis bis heute?

Es gehört bis heute zu den wichtigsten Glaubensbekenntnissen vieler christlicher Kirchen und wird in zahlreichen Gottesdiensten gesprochen.


10. Welche Rolle spielten politische Interessen beim Konzil?

Neben theologischen Fragen spielte auch das Interesse des Kaisers an Stabilität und Einheit im Römischen Reich eine wichtige Rolle.


11. Warum beschäftigen sich Christinnen und Christen bis heute mit dem Konzil von Nicäa?

Weil dort grundlegende Aussagen über Jesus Christus formuliert wurden, die den christlichen Glauben bis heute prägen.


12. Welche Kompetenzen können Lernende durch das Video erwerben?

Sie lernen historische Ereignisse einzuordnen, theologische Streitfragen zu verstehen, unterschiedliche Positionen zu vergleichen und die Bedeutung kirchlicher Entscheidungen für die Entwicklung des Christentums zu beurteilen.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.2 Der drei-einige Gott – das spezifisch christliche Gottesverständnis.

Sekundarstufe II | Q4 Kirche – Gemeinde Jesu Christi

Q4.2 Sendung und Auftrag der Kirche.

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Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 8. Ursprung, Auftrag und Weg der Kirche.

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