Das Video „Der Mensch wird zum Göttlichen“ aus der Reihe Zeitenwende: Die Renaissance beleuchtet die tiefgreifenden Veränderungen des europäischen Denkens und Lebens am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit. Im Mittelpunkt stehen bedeutende Persönlichkeiten wie Leonardo da Vinci, Michelangelo, Albrecht Dürer und die Familie Medici, die durch Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft und Technik neue Maßstäbe setzten. Der Film zeigt, wie der Mensch in der Renaissance zunehmend als schöpferisches und selbstbestimmtes Wesen verstanden wurde. Die Wiederentdeckung der Antike, die Entwicklung des Humanismus sowie die Erfindung des Buchdrucks führten zu einem neuen Menschenbild, das traditionelle kirchliche Autoritäten zunehmend hinterfragte. Die Dokumentation verdeutlicht anschaulich, warum die Renaissance als eine der wichtigsten Epochen europäischer Kulturgeschichte gilt.
Diese Dokumentation in zwei Folgen stellen die Renaissance und Entwicklungen des menschlichen Selbstbildes und seines Gottesbildes im Mittelalter und der Renaissance vor. Dabei werden Wissenschaft und die Folgen der Reformation dargestellt. (Folge 1: Der Mensch wird zum Göttlichen; Folge 2: Die Entdeckung der Zeit)
Es beginnt mit einer Zeitreise in das Jahr 1557 zum bekanntesten und spektakulärsten aller Renaissance-Bauwerke: Dem Petersdom. Er ist das Spätwerk Michelangelos. Er ist ausführender Baumeister, Architekt und Künstler in Personalunion und mittlerweile fast 90 Jahre alt. Sein Tod 1564 markiert für viele Kunsthistoriker das Ende der Renaissance und den Beginn eines Veränderungsprozesses, der über die Reformation und über den 30-jährigen Krieg die Moderne einleitet. Bankiers wie die Medici unterstützen Kunst und Architektur. Aus den Kunsthandwerkern des Mittelalters werden Künstler die ersten Superstars der Geschichte. Männer wie Donatello, Botticelli, Raffael, Dürer oder Leonardo da Vinci sind vielmehr als nur "Maler". Sie sind Erfinder, Gelehrte, sie haben umfassendes anatomisches, chemisches und physikalisches Wissen. Sie sind neugierig, selbstbewusst und trotzen den überkommenen Vorstellungen der Kirche. Der Buchdruck verbreitet Wissen, Ideen und neue Weltanschauungen. Ohne diese Erfindung wäre die Reformation undenkbar gewesen. Denn erst die Pamphlete und Flugblätter aus der Druckerpresse mobilisieren die Massen und bereiten die neue Zeit.