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3 sat | Scobel

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Religion & Roboter: Mit KI zur Erlösung?

Veröffentlichung:11.1.2024

Das Video beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle künstliche Intelligenz im religiösen Kontext spielen kann. Ausgangspunkt ist der buddhistische Kodai Ji Tempel in Kyoto, in dem der humanoide Roboter Mindar buddhistische Lehren vermittelt und zentrale Texte des Mahayana Buddhismus erklärt. Das Medium beschreibt die Entstehung dieses Roboters, seine religiöse Funktion sowie die Reaktionen von Besuchenden. Dabei wird deutlich, dass künstliche Intelligenz zunehmend auch existenzielle und religiöse Fragen berührt. Gleichzeitig betont das Video die Grenzen künstlicher Intelligenz. Sie kann Informationen vermitteln, Menschen motivieren und religiöse Bildung unterstützen, sie kann jedoch weder den persönlichen Glaubensweg noch die innere Entwicklung oder die Suche nach dem Sinn des Lebens übernehmen. Das Medium regt dazu an, über das Verhältnis von Technik, Religion, Menschlichkeit und Verantwortung nachzudenken und zeigt, dass die Arbeit an der eigenen Persönlichkeit auch in einer von künstlicher Intelligenz geprägten Zukunft eine Aufgabe jedes einzelnen Menschen bleibt.

Dieses Video untersucht Möglichkeiten der Vermittlung und Verbreitung von Religion im KI-Zeitalter.

Gert Scobel stellt in diesem Video den humanoiden #Roboter namens Mindar vor, der eine digitale Version von Kannon-#Buddha repräsentiert.

Mindar interpretiert buddhistische Lehren, und bietet Besuchern eine interaktive Erfahrung. Der ehemalige Hauptverwalter des Tempels, Tensho Goto, betonte die Notwendigkeit, die traditionellen buddhistischen Statuen durch interaktive Technologie zu ergänzen.

Doch liegt die Zukunft unserer Erleuchtung in den Händen von Robotern und KI-Technologien? Gert Scobel hat dazu eine klare Meinung.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe zwei sowie für den Ethik und Philosophieunterricht. Es verbindet aktuelle Entwicklungen im Bereich künstlicher Intelligenz mit grundlegenden Fragen nach Religion, Spiritualität, Menschenbild und persönlicher Verantwortung. Die Lernenden setzen sich mit der Frage auseinander, welche Aufgaben künstliche Intelligenz übernehmen kann und welche Bereiche menschlichen Lebens grundsätzlich nicht delegierbar bleiben.

Als Einstieg bietet sich die Frage an, ob eine künstliche Intelligenz religiöse Inhalte glaubwürdig vermitteln kann. Die Lernenden formulieren zunächst ihre Vermutungen und diskutieren, welche Eigenschaften sie mit einer religiösen Autorität verbinden. Anschließend kann das Video mit einem Beobachtungsauftrag angesehen werden. Dabei sammeln die Lernenden Beispiele für Chancen und Grenzen künstlicher Intelligenz im religiösen Bereich.

Im weiteren Unterricht bietet sich eine arbeitsteilige Gruppenarbeit an. Eine Gruppe untersucht die religiöse Bedeutung des Bodhisattva des Mitgefühls im Mahayana Buddhismus. Eine weitere Gruppe analysiert die technischen Möglichkeiten des Roboters Mindar. Andere Gruppen setzen sich mit den ethischen Fragen auseinander, die sich aus dem Einsatz künstlicher Intelligenz in Religion und Seelsorge ergeben. Anschließend werden die Ergebnisse miteinander verglichen.

Das Video eröffnet zudem die Möglichkeit, unterschiedliche Religionsverständnisse miteinander zu vergleichen. Die Lernenden können untersuchen, weshalb ein buddhistischer Tempel einen Roboter als Vermittler religiöser Lehren akzeptiert und überlegen, wie ein vergleichbarer Einsatz in einer Kirche, einer Synagoge oder einer Moschee bewertet würde. Dadurch wird deutlich, dass religiöse Traditionen Technik unterschiedlich einordnen und bewerten.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage nach der menschlichen Existenz. Das Video macht deutlich, dass künstliche Intelligenz zwar Wissen vermitteln und Menschen unterstützen kann, die persönliche Auseinandersetzung mit Leid, Schuld, Hoffnung, Liebe, Tod und Sinn jedoch nicht ersetzen kann. Diese Aussagen lassen sich im Religionsunterricht mit dem christlichen Verständnis von Nachfolge, Umkehr, Heiligung und persönlicher Glaubensentwicklung vergleichen. Ebenso bieten sich Bezüge zu biblischen Aussagen über Weisheit, Verantwortung und die unveräußerliche Würde des Menschen an.

Methodisch eignen sich Diskussionen, Debatten oder eine Positionierung im Klassenraum zu Aussagen wie Künstliche Intelligenz kann religiöse Lehrende ersetzen oder Glaube braucht persönliche Begegnung. Die Lernenden begründen ihre Positionen anhand der Inhalte des Videos und entwickeln Kriterien für einen verantwortungsvollen Einsatz künstlicher Intelligenz im religiösen Bereich.

Das Medium fördert insbesondere die Medienkompetenz, die ethische Urteilsbildung sowie die Fähigkeit, technologische Entwicklungen aus religiöser, philosophischer und gesellschaftlicher Perspektive kritisch zu reflektieren. Es unterstützt die Lernenden dabei, zwischen technischer Unterstützung und persönlicher Verantwortung zu unterscheiden und die Bedeutung menschlicher Freiheit, Mitgefühl und Selbstentwicklung für religiöses Leben zu erkennen.


Fragestellungen zum Video mit Antworten


Welche Rolle übernimmt der Roboter Mindar im buddhistischen Tempel?

Mindar vermittelt buddhistische Lehren, rezitiert religiöse Texte und erklärt zentrale Inhalte des Mahayana Buddhismus. Er dient als Unterstützung für die religiöse Bildung der Besuchenden.


Warum wurde der Roboter entwickelt?

Der Tempel wollte buddhistische Lehren mithilfe moderner Technik anschaulicher vermitteln und besonders jüngere Menschen erreichen.


Kann künstliche Intelligenz religiöse Lehrende ersetzen?

Das Video kommt zu dem Ergebnis, dass künstliche Intelligenz religiöse Inhalte erklären und Menschen unterstützen kann. Die persönliche Glaubensentwicklung und die Arbeit an der eigenen Persönlichkeit bleiben jedoch Aufgabe jedes Menschen.


Welche Chancen bietet künstliche Intelligenz im religiösen Bereich?

Sie kann Wissen vermitteln, Fragen beantworten, religiöse Texte erklären, Menschen motivieren und den Zugang zu religiösen Traditionen erleichtern.


Welche Grenzen besitzt künstliche Intelligenz?

Sie besitzt keine eigene Spiritualität, keinen Glauben und keine persönliche religiöse Erfahrung. Sie kann weder Sinn stiften noch den Glaubensweg eines Menschen übernehmen.


Welche Bedeutung hat der Bodhisattva des Mitgefühls?

Er steht im Mahayana Buddhismus für Mitgefühl und den Einsatz für das Wohl aller Lebewesen. Dieses Ideal soll auch der Roboter vermitteln.


Welche Unterschiede bestehen zwischen künstlicher Intelligenz und einem religiösen Menschen?

Ein religiöser Mensch glaubt, hofft, entscheidet und übernimmt Verantwortung aus eigener Überzeugung. Künstliche Intelligenz verarbeitet Daten und simuliert Kommunikation, ohne selbst Glauben oder Erfahrungen zu besitzen.


Welche Bedeutung hat die Arbeit an sich selbst?

Das Video betont, dass persönliches Wachstum, Mitgefühl, Freundlichkeit und die Suche nach Sinn nicht an Maschinen delegiert werden können.


Welche ethischen Fragen entstehen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz in Religion?

Es geht um Authentizität, Verantwortung, Vertrauen, Menschenwürde, den Umgang mit religiösen Traditionen und die Frage, welche Aufgaben Technik übernehmen sollte.


Welche zentrale Botschaft vermittelt das Video?

Künstliche Intelligenz kann Menschen auf ihrem religiösen Weg unterstützen und hilfreiche Werkzeuge bereitstellen. Die persönliche Suche nach Wahrheit, Sinn, Mitgefühl und Glauben bleibt jedoch eine Aufgabe jedes einzelnen Menschen.

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