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Uwe Stamer

Uwe Stamer

Der Glaube an den Auferstandenen

Veröffentlichung:7.7.2025

Das Unterrichtsmodul „Der Glaube an den Auferstandenen“ vertieft die Auseinandersetzung mit der Bedeutung der Auferstehung Jesu für den christlichen Glauben und das Selbstverständnis der ersten Gemeinden. Im Mittelpunkt stehen die neutestamentlichen Zeugnisse des Auferstehungsglaubens, die Erscheinungserzählungen sowie die Verkündigung der Auferstehung als Grundlage christlicher Hoffnung. Das Modul verbindet biblische Texte mit theologischen Deutungen und zeigt auf, wie der Glaube an den Auferstandenen das Leben der Jünger sowie die Entstehung der christlichen Kirche geprägt hat. Die Lernenden setzen sich mit unterschiedlichen Glaubenszeugnissen auseinander und reflektieren die Bedeutung des Auferstehungsglaubens für die Gegenwart.

Das Modul „Der Glaube an den Auferstandenen“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II und beleuchtet die Entstehung des Glaubens an den Auferstandenen im Kontext der frühen Kirche. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie es geschehen konnte, dass aus einer kleinen, verängstigten und enttäuschten Gruppe von Jüngerinnen und Jüngern innerhalb weniger Jahrzehnte eine wachsende, sich ausbreitende Glaubensgemeinschaft entstand, die Jesus von Nazaret als den Christus, den Sohn Gottes, verehrte.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der gymnasialen Oberstufe und ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit zentralen Aussagen des christlichen Glaubens. Die Materialien fördern die Analyse neutestamentlicher Texte und eröffnen verschiedene Zugänge zur Frage nach dem Auferstehungsglauben. Die Lernenden vergleichen biblische Berichte, untersuchen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Überlieferungen und setzen sich mit theologischen Interpretationen sowie unterschiedlichen Glaubensverständnissen auseinander. Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit und Unterrichtsgespräche unterstützen eigenständiges Arbeiten und gemeinsames theologisches Nachdenken. Kreative Methoden wie Bildbetrachtung, Textvergleich, kreatives Schreiben, Standbildarbeit oder die Analyse von Kunstwerken und Glaubensbekenntnissen eröffnen vielfältige Zugänge zum Thema. Darüber hinaus bietet das Modul zahlreiche Möglichkeiten, Fragen nach Hoffnung, Glauben, Zweifel, Gewissheit und christlicher Identität mit persönlichen Erfahrungen und aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen zu verbinden. Die Verbindung von Bibelarbeit, historischer Einordnung und theologischer Reflexion stärkt die Deutungskompetenz, die Urteilsfähigkeit sowie die Fähigkeit der Lernenden, die Bedeutung des Auferstehungsglaubens für das eigene Leben und für die christliche Tradition reflektiert zu erschließen.

Das Material bietet einen historischen und theologisch reflektierten Zugang zur nachösterlichen Entwicklung der jungen Christengemeinden. Es zeigt auf, dass das, was wir heute als „Glaube an den Auferstandenen“ bezeichnen, nicht plötzlich vorhanden war, sondern sich in einem längeren geistlichen, kulturellen und religionsgeschichtlichen Prozess herausgebildet hat. Zentrale Rolle spielen dabei die sogenannten Hoheitstitel – etwa „Kyrios“, „Sohn Gottes“, „Messias“ oder „Pantokrator“ –, die ursprünglich im alttestamentlich-jüdischen Kontext verankert waren und nun auf Jesus übertragen wurden. Die Deutung dieser Titel verdeutlicht, wie die junge Kirche ihre Identität zwischen jüdischer Wurzel und hellenistischem Umfeld entwickelte.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Wechsel vom historischen Jesus der Verkündigung hin zum verkündigten Christus der Kirche – einem theologischen Paradigmenwechsel, der für das Verständnis des Neuen Testaments und des christlichen Glaubens zentral ist. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit den Spannungen und innerkirchlichen Konflikten auseinander, die in den frühen Gemeinden auftraten (etwa zwischen Petrus und Paulus), und erkennen, dass die Entstehung von Kirche immer auch ein geschichtlicher, diskursiver und politisch geprägter Prozess war.

Methodisch fördert das Modul eigenständiges, forschendes Lernen: Anhand biblischer Texte, historischer Quellen und ikonografischer Darstellungen (z. B. Christus Pantokrator) rekonstruieren die Lernenden wesentliche Entwicklungslinien des christologischen Denkens. Dabei werden nicht nur theologische Inhalte vermittelt, sondern auch Kompetenzen im Umgang mit religiöser Sprache, kirchengeschichtlicher Entwicklung und interkulturellem Transfer.

Ziel ist es, den Schüler*innen zu vermitteln, dass die Bibel keine fertig gegebene Offenbarung ist, sondern ein Zeugnis eines wachsenden Glaubens, das differenzierte Auslegung erfordert. Sie lernen, den Glauben an den Auferstandenen als ein historisch gewachsenes, tief religiöses Bekenntnis zu verstehen, das in verschiedenen Kontexten Gestalt angenommen hat und bis heute prägend für das Christentum ist.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q1 Jesus Christus – das menschgewordene Wort Gottes

Q1.4 Jesus nachfolgen.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 8. Ursprung, Auftrag und Weg der Kirche.

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