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Religionen im Gespräch

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Imamausbildung in Deutschland - Warum ist das so schwierig?

Veröffentlichung:7.7.2025

Das Video beschäftigt sich mit der Frage, welche Aufgaben eine Universität bei der Ausbildung islamischer Theologinnen und Theologen übernehmen kann und wo die Grenzen akademischer Ausbildung liegen. Im Mittelpunkt steht die Unterscheidung zwischen wissenschaftlicher theologischer Ausbildung und der praktischen Vorbereitung auf den Dienst in einer Moscheegemeinde. Erläutert wird, dass an deutschen Universitäten vor allem theoretische und wissenschaftliche Kompetenzen vermittelt werden, beispielsweise in den Bereichen Theologie, Koranwissenschaft und Arabisch. Praktische Fähigkeiten wie die Koranrezitation, die Leitung einer Gemeinde oder die vielfältigen Aufgaben eines Imams können dagegen nur begrenzt an einer Universität erlernt werden. Deshalb wird die Notwendigkeit zusätzlicher praxisorientierter Ausbildungsangebote betont, die mit dem Referendariat in der christlichen Ausbildung vergleichbar wären. Gleichzeitig verweist das Video auf die besondere rechtliche Situation islamischer Religionsgemeinschaften in Deutschland, die den Aufbau solcher Ausbildungswege erschwert.

Im Video „Imamausbildung in Deutschland – Warum ist das so schwierig?“ unterhält sich Wolfgang Reinbold mit Dr. Esnaf Begic, islamischer Theologe und Imam am Institut für Islamische Theologie. Das Gespräch beleuchtet die Herausforderungen der Imamausbildung in Deutschland. Dr. Begic erklärt, dass es keine standardisierten Rahmenbedingungen gibt: Ausbildung, staatliche Anerkennung und Ausbildungsstätten variieren stark zwischen den Bundesländern. Er betont, es fehle an klaren Qualifikationswegen, Curricula und Karriereperspektiven für Imame hierzulande. Zugleich mangelt es oft an institutioneller Unterstützung – etwa durch theologische Fakultäten oder Gemeinden. Daher seien professionelle, integrierte Ausbildungsstrukturen dringend nötig, um qualifizierte Imame hervorzubringen und muslimische Gemeinden langfristig zu stärken.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II sowie für den Ethikunterricht in den Themenbereichen Islam, religiöse Berufe, Theologie, Religionsgemeinschaften und Religionsverfassungsrecht. Es ermöglicht den Lernenden einen differenzierten Einblick in die Ausbildung islamischer Theologinnen und Theologen sowie in die Aufgaben eines Imams. Zu Beginn können die Lernenden überlegen, welche Kenntnisse und Fähigkeiten religiöse Führungspersonen benötigen und welche davon an einer Universität vermittelt werden können. Während des Sehens können sie die unterschiedlichen Kompetenzbereiche einer wissenschaftlichen Ausbildung und einer praktischen Berufsausbildung gegenüberstellen. Anschließend bietet sich eine Diskussion über die Frage an, weshalb wissenschaftliche Theologie und praktische Gemeindearbeit unterschiedliche Ausbildungsformen erfordern. Ebenso kann das Video mit der Ausbildung evangelischer oder katholischer Pfarrer verglichen werden. Die Lernenden erkennen dabei, dass sowohl im Christentum als auch im Islam neben dem theologischen Studium eine praxisorientierte Ausbildungsphase notwendig sein kann. Darüber hinaus eröffnet das Medium Gespräche über die Rolle der Religionsgemeinschaften bei der Ausbildung religiöser Fachkräfte sowie über die Besonderheiten des Religionsverfassungsrechts in Deutschland. Das Video fördert die Urteilsfähigkeit, die Methodenkompetenz und das Verständnis für die institutionellen Strukturen verschiedener Religionen. Es unterstützt die Lernenden dabei, religiöse Berufe sachlich einzuordnen und Unterschiede zwischen wissenschaftlicher Bildung und beruflicher Praxis zu reflektieren.

Fragestellungen zum Video mit Antworten


Welche Inhalte vermittelt die islamische Theologie an der Universität?

Sie vermittelt vor allem wissenschaftliche und theologische Kompetenzen, beispielsweise in den Bereichen Koranwissenschaft, Theologie und arabische Sprache.


Welche Aufgaben eines Imams können an der Universität nur begrenzt erlernt werden?

Praktische Tätigkeiten wie die Leitung einer Moscheegemeinde, die Koranrezitation, die Seelsorge oder die Gestaltung des Gemeindelebens lassen sich nur teilweise im universitären Studium vermitteln.


Warum reicht ein theologisches Studium allein nicht aus?

Weil die praktische Arbeit in einer Gemeinde vielfältige Erfahrungen und Kompetenzen erfordert, die erst durch eine berufspraktische Ausbildung erworben werden.


Welcher Vergleich wird im Video zur christlichen Ausbildung gezogen?

Es wird auf das Referendariat beziehungsweise vergleichbare praktische Ausbildungsphasen verwiesen, die an ein theologisches Studium anschließen.


Warum gibt es bisher keine flächendeckende praktische Ausbildung für Imame in Deutschland?

Das Video verweist auf rechtliche und organisatorische Herausforderungen sowie auf die besondere Stellung islamischer Religionsgemeinschaften im deutschen Religionsverfassungsrecht.


Welche Rolle spielen die Religionsgemeinschaften bei der Ausbildung von Imamen?

Nach dem Religionsverfassungsrecht sollten sie Träger entsprechender praktischer Ausbildungsangebote sein und diese organisatorisch verantworten.


Warum gehören bestimmte Ausbildungsinhalte nicht vollständig an die Universität?

Weil Universitäten wissenschaftliche Einrichtungen sind. Praktische religiöse Berufsausbildung ist in erster Linie Aufgabe der Religionsgemeinschaften.


Welche Kompetenzen erwerben Lernende durch die Arbeit mit dem Video?

Sie lernen die Unterschiede zwischen wissenschaftlicher und praktischer Ausbildung kennen, verstehen die Aufgaben religiöser Berufe und reflektieren die Zusammenarbeit von Universität und Religionsgemeinschaften.


Welche zentrale Botschaft vermittelt das Video?

Das Video zeigt, dass eine wissenschaftliche Ausbildung an der Universität eine wichtige Grundlage für islamische Theologie bildet, die praktische Vorbereitung auf den Dienst in einer Moscheegemeinde jedoch ergänzende Ausbildungsangebote benötigt. Beide Bereiche ergänzen sich und sind für eine qualifizierte Ausbildung religiöser Fachkräfte gleichermaßen bedeutsam.

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