Das Medium eignet sich sehr gut für den Religionsunterricht der Grundschule und der Sekundarstufe, da es zentrale Aussagen über die Person Jesu in leicht verständlicher Form vermittelt. Das Bild des guten Hirten ermöglicht den Lernenden einen anschaulichen Zugang zu den Themen Vertrauen, Geborgenheit, Orientierung und Fürsorge. Im Unterricht kann zunächst erarbeitet werden, welche Aufgaben ein Hirte übernimmt und weshalb dieses Bild für die Menschen zur Zeit Jesu unmittelbar verständlich war. Anschließend können die Eigenschaften des guten Hirten mit den Aussagen Jesu verglichen werden. Dabei wird deutlich, dass Jesus seine Menschen kennt, sie begleitet und sie schützt. Die Aussage, dass Jesus die Tür ist, eröffnet ein weiteres Gespräch über den Zugang zu Gott und über die Einladung, Jesus zu vertrauen. Im zweiten Teil des Kapitels können die unterschiedlichen Reaktionen der Menschen auf Jesu Worte untersucht werden. Die Lernenden erkennen, dass einige Menschen an Jesus glauben, während andere ihn ablehnen. Dies bietet Anlass, über persönliche Entscheidungen, Glauben und Zweifel zu sprechen. Kreative Unterrichtsideen sind das Gestalten eines Bildes zum guten Hirten, das Schreiben eines Briefes aus der Sicht eines Schafes oder ein Rollenspiel zwischen Jesus und seinen Zuhörern im Tempel. Ebenso kann gemeinsam überlegt werden, welche Eigenschaften eine gute Führungsperson besitzt und weshalb Jesus bis heute als guter Hirte bezeichnet wird. Das Medium verbindet biblische Bildsprache mit grundlegenden theologischen Aussagen über Jesus und unterstützt die Lernenden dabei, seine Bedeutung für den christlichen Glauben zu verstehen.
Fragestellungen zum Video mit Antworten
Warum bezeichnet sich Jesus als den guten Hirten?
Jesus möchte zeigen, dass er sich um die Menschen kümmert, sie kennt, begleitet und beschützt.
Warum erkennen die Schafe die Stimme des Hirten?
Die Schafe kennen ihren Hirten und vertrauen ihm. Dieses Bild verdeutlicht, dass Menschen auf Jesu Worte hören und ihm folgen können.
Was bedeutet die Aussage, dass Jesus die Tür ist?
Jesus erklärt, dass durch ihn der Weg zu Gott und zum ewigen Leben offensteht.
Warum spricht Jesus von anderen Schafen?
Er macht deutlich, dass Gottes Einladung allen Menschen gilt und nicht nur einem bestimmten Volk.
Was bedeutet die Aussage Ich und der Vater sind eins?
Jesus beschreibt damit seine einzigartige Gemeinschaft mit Gott und seinen göttlichen Auftrag.
Warum wollen einige Menschen Jesus steinigen?
Sie empfinden seine Aussagen über seine Beziehung zu Gott als Gotteslästerung und lehnen seine Botschaft ab.
Wie verteidigt Jesus seine Aussagen?
Er verweist auf seine Taten und Zeichen, die zeigen, dass er im Auftrag Gottes handelt.
Warum gehen viele Menschen am Jordan zu Jesus?
Sie erinnern sich an die Worte von Johannes dem Täufer und erkennen, dass dessen Hinweise auf Jesus zutreffen.
Welche Botschaft vermittelt Johannes Kapitel 10?
Jesus ist der gute Hirte, der Menschen kennt, begleitet und ihnen den Weg zu Gott zeigt. Er schenkt Sicherheit, Hoffnung und ewiges Leben.
Was können Lernende aus diesem Kapitel mitnehmen?
Das Kapitel lädt dazu ein, Vertrauen zu entwickeln, sich von Jesus begleiten zu lassen und darüber nachzudenken, welche Bedeutung gute Führung, Fürsorge und Gemeinschaft für das eigene Leben haben.
Zielgruppe & Einsatzmöglichkeiten
Besonders geeignet für die Sekundarstufe I (Klassen 7–9)
Einsetzbar in katholischen oder konfessionell gemischten Religionsgruppen
Nutzbar in Präsenzunterricht, im hybriden Format oder im Distanzunterricht
Das Video kann als Einstieg, zur Erschließung oder als Impuls für weiterführende Arbeit dienen
Vorbereitung durch die Lehrkraft
Das Video vorab mehrmals ansehen und markante Stellen (z. B. Dialoge, Wendepunkte, visuelle Highlights) festhalten
Den zugrundeliegenden biblischen Text (Johannes) bereithalten – idealerweise in der für die Klasse üblichen Übersetzung
Impuls- oder Leitfragen, Arbeitsblätter und Differenzierungsangebote vorbereiten
Technik prüfen: Beamer/Bildschirm, Lautsprecher, ggf. Offlineversion oder Download
Methodischer Ablauf
a) Einstieg (ca. 5 Minuten):
Impulsfrage: „Welche Begegnung hat mich selbst schon überrascht oder verändert?“
Erste Assoziationen sammeln: z. B. „Begegnung, Wort, Wirkung, Veränderung“
b) Video zeigen (ca. 8 Minuten):
Die Lernenden werden gebeten, während des Videos Stellen zu notieren, die sie besonders anschaulich oder unerwartet finden
Optional: das Video in zwei Abschnitte teilen und zwischenzeitlich kurze Gespräche in Partnern ermöglichen
c) Nachbereitung & Reflexion (ca. 15–20 Minuten):
Arbeit in Kleingruppen mit Leitfragen:
• Welche Momente sind euch im Video besonders aufgefallen?
• Auf welche Weise offenbart sich Jesus – durch Worte, Gesten, Stille?
• Wie reagieren die anderen Personen, und wie verändern sich ihre Haltungen?
• Welche Bildmotive, Symbole oder Raumgestaltung habt ihr wahrgenommen (z. B. Licht, Blickachsen, Distanz/Nähe)?
• Was bedeutet diese Begegnung für uns heute – in Schule, Alltag, Glaube?
Zusammenführung der Ergebnisse im Plenum
Theologischer Impuls der Lehrkraft:
• Die Bedeutung von Begegnung und Offenbarung
• Wie Jesus durch sein Reden und Handeln Beziehung stiftet
• Relevanz für den Glauben und das Christsein heute
Lebenswelttransfer:
• Wo erleben Jugendliche heute Begegnungen, die etwas verändern?
• Welche Worte oder Gesten können heute Wegweisung, Trost oder Herausforderung sein?
Kreativer Abschluss:
• Schülerinnen und Schüler verfassen einen inneren Monolog aus einer Perspektive der Szene
• Gestaltung eines Standbilds / Tableaus oder einer Collage, die eine Schlüsselstelle visualisiert
Differenziehung & Methodenvariation
Rollenspiel / Perspektivenspiel: Szene nachspielen, verschiedene Perspektiven einnehmen (Jesus, eine beteiligte Person, ein Beobachter)
Stille Reflexion / Journaling: Nach dem Video eine kurze stille Phase für persönliche Notizen
Symbolische Arbeit: Kleine Gegenstände (z. B. Lichtquelle, Spiegel, Stoff) im Raum einsetzen und deren Bedeutung mit den Schülerinnen und Schülern explorieren
Stationenarbeit:
• Station „Wort & Dialog“
• Station „Visuelle Symbolik & Raum“
• Station „Reaktion & Veränderung“
• Station „Bezug zur Gegenwart / Transfer“
Text-Bild-Vergleich: Den zugehörigen Bibeltext lesen und mit der Video-Inszenierung vergleichen – analysieren, was betont, weggelassen oder verändert wurde
Hausaufgabe / Projekt: Schülerinnen und Schüler entwickeln eine moderne Szene, in der jemand eine bedeutsame Begegnung erlebt – in Text, Bild oder Audio – und präsentieren dies in der nächsten Stunde
Reflexion & Evaluation
Achte darauf, dass Schülerinnen und Schüler nicht nur das visuelle Erlebnis genießen, sondern theologische Fragen und Bedeutungen herausarbeiten
Erlaube kritische Nachfragen: Welche Wahl der Inszenierung wurde getroffen? Was sagt das über Jesus – und über uns – aus?
Abschließende Runde: Jeder nennt einen Impuls, den er mitnimmt
Optional: Schriftliche Reflexion oder Impulsfrage als Hausaufgabe