Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Grundschule sowie der Sekundarstufe, da es den Übergang vom öffentlichen Wirken Jesu zur Passionsgeschichte verdeutlicht. Die Lernenden erhalten einen anschaulichen Zugang zu den letzten Tagen Jesu vor seiner Verhaftung. Im Unterricht kann zunächst die Salbung in Betanien betrachtet werden. Dabei kann gemeinsam erarbeitet werden, weshalb Maria Jesus mit kostbarem Salböl ehrt und welche Bedeutung diese Handlung im Hinblick auf seinen bevorstehenden Tod besitzt. Ebenso bietet sich ein Vergleich der Darstellung im Johannesevangelium mit den anderen Evangelien an. Dadurch erkennen die Lernenden, dass biblische Texte unterschiedliche Schwerpunkte setzen und dennoch dieselbe Botschaft vermitteln. Anschließend kann der Einzug in Jerusalem untersucht werden. Die Lernenden können überlegen, weshalb Jesus auf einem Esel reitet und warum die Menschen ihn wie einen König begrüßen. Dabei wird deutlich, dass Jesus ein König des Friedens ist und nicht mit Macht oder Gewalt herrscht. Das Bild des Weizenkorns eröffnet die Möglichkeit, über Sterben, Hoffnung und neues Leben nachzudenken. Die Lernenden können die Symbolik anhand eines Samenkorns nachvollziehen und erkennen, dass aus Vergänglichkeit neues Leben entstehen kann. Kreative Methoden wie das Gestalten eines Bibelkartons, das Anfertigen einer Bildfolge zum Einzug in Jerusalem, das Schreiben eines Tagebucheintrages aus der Sicht Marias oder ein Rollenspiel über die Begegnung Jesu mit den Menschen in Jerusalem fördern eine intensive Auseinandersetzung mit dem Bibeltext. Das Medium eignet sich außerdem dazu, die Bedeutung von Vertrauen, Nachfolge und der Entscheidung für den Glauben zu thematisieren und den Beginn der Passionsgeschichte verständlich einzuordnen.
Fragestellungen zum Video mit Antworten
Warum salbt Maria die Füße Jesu mit kostbarem Salböl?
Maria zeigt ihre Liebe, ihre Dankbarkeit und ihre große Wertschätzung für Jesus. Gleichzeitig weist die Salbung auf seinen bevorstehenden Tod hin.
Warum kritisiert Judas die Salbung?
Judas behauptet, das kostbare Salböl hätte verkauft und das Geld den Armen gegeben werden sollen. Jesus macht jedoch deutlich, dass Marias Handlung eine besondere Bedeutung hat.
Was bedeutet die Salbung für Jesus?
Sie ist ein Zeichen der Vorbereitung auf sein Leiden und seinen Tod.
Warum reitet Jesus auf einem Esel nach Jerusalem?
Der Esel ist ein Zeichen des Friedens und der Demut. Jesus zeigt, dass er kein mächtiger Herrscher im weltlichen Sinn ist, sondern der verheißene Friedenskönig.
Warum begrüßen die Menschen Jesus mit Palmzweigen?
Sie hoffen, dass Jesus der von Gott gesandte Retter und König ist und feiern seinen Einzug in Jerusalem.
Was bedeutet das Bild vom Weizenkorn?
Jesus erklärt, dass aus seinem Tod neues Leben entstehen wird. Wie ein Samenkorn erst in die Erde fallen muss, damit neues Leben wächst, führt auch Jesu Tod zur Hoffnung auf neues Leben.
Warum glauben trotz vieler Wunder nur wenige Menschen an Jesus?
Viele Menschen halten an ihren eigenen Vorstellungen fest oder haben Angst vor den religiösen Führern und bekennen ihren Glauben deshalb nicht offen.
Warum bezeichnet Jesus sich als Licht der Welt?
Jesus zeigt den Menschen den Weg zu Gott und schenkt Orientierung, Hoffnung und Leben.
Welche Bedeutung hat Johannes Kapitel 12 für die Passionsgeschichte?
Das Kapitel bereitet auf das Leiden und den Tod Jesu vor. Es macht deutlich, dass Jesus seinen Weg bewusst geht und dass sein Tod Teil des Heilsplans Gottes ist.
Welche zentrale Botschaft vermittelt Johannes Kapitel 12?
Jesus lädt die Menschen ein, ihm zu vertrauen und seinem Weg zu folgen. Sein Leiden und Sterben sind nicht das Ende, sondern der Beginn neuen Lebens und der Hoffnung für alle Menschen.
Zielgruppe & Einsatzmöglichkeiten
Der Film eignet sich besonders für die Sekundarstufe I (Klassen 7–9) im katholischen Religionsunterricht
Ebenso nutzbar in Konfirmanden-/Firmgruppen, Jugendgruppen oder religiösen Projekttagen
Der Einsatz ist flexibel: im Präsenzunterricht, hybrid oder im Distanzunterricht
Vorbereitung durch die Lehrkraft
Schaue das Video selbst mehrfach und halte markante Stellen fest (z. B. Beginn der Begegnung, Schlüsselworte, Bildwechsel, Reaktionen)
Den dazugehörigen Bibeltext (aus dem Evangelium) bereithalten in der Übersetzung, die im Unterricht verwendet wird
Lege Impuls- oder Leitfragen, Arbeitsblätter und methodische Varianten fest
Prüfe technische Rahmenbedingungen: Beamer / Bildschirm, Lautsprecher, stabile Internetverbindung oder Offlinekopie
Methodischer Ablauf
a) Einstieg (etwa 5 Minuten):
Stelle eine Impulsfrage, z. B.: „Wann hat dich jemand plötzlich mit etwas überrascht?“
Sammle erste Assoziationen der Schülerinnen und Schüler, etwa „Begegnung, Wort, Veränderung, Offenbarung“
b) Video zeigen (ca. 7–10 Minuten):
Gib den Schüler*innen die Aufgabe, während des Videos drei Stellen zu markieren, die sie besonders bewegen – durch Wort, Bild oder Geste
Optional: Unterteile das Video in zwei Abschnitte, mit einer kurzen Austauschphase nach der ersten Hälfte
c) Nachbereitung & Reflexion (etwa 15–20 Minuten):
Gruppen- oder Partnerarbeit mit Leitfragen wie:
• Welche Szenen oder Aussagen haben euch besonders auffällig gefallen?
• Wie zeigt sich Jesus in dieser Begegnung – durch Worte, Gesten, Blick?
• Wie reagieren die anderen Beteiligten, und wie verändern sich ihre Einstellungen?
• Welche Bildmotive oder Symbolik habt ihr erkannt (z. B. Licht, Nähe/Distanz, Blickachsen)?
• Welche Bedeutung kann diese Begegnung heute haben – im Alltag, in der Gemeinde, in Beziehungen?
Ergebnisse im Plenum zusammenführen
Theologischer Impuls:
• Bedeutung von Begegnung, Offenbarung und Beziehung im Evangelium
• Wie Jesus durch Wort und Handlung Beziehung aufnimmt
• Relevanz für das Gottesbild und christliches Handeln heute
Transfer zur Lebenswelt:
• Wo erleben Jugendliche heute Begegnungen, die etwas bewegen?
• Welche überraschenden Offenbarungen wünschen wir uns?
Abschlussmethoden:
• Innerer Monolog oder Brief aus Sicht einer Person der Szene verfassen
• Gestaltung eines Standbilds / Tableaus oder einer Collage, die eine Schlüsselstelle visuell zeigt
Differenzierung & methodische Varianten
Rollenspiel / Perspektivenspiel: Szene in kleinen Gruppen nachspielen, auch mit Rollentausch
Stille Reflexion / Journaling: Nach dem Video eine ruhige Phase (2–3 Minuten) für Gedanken und Notizen
Symbolische Objekte: Licht, Spiegel, Stoff oder Wasser in den Raum bringen, und die Schülerinnen und Schüler Assoziationen dazu sammeln
Stationenarbeit:
• Station „Wort & Dialog“
• Station „Bildmotive & Symbolik“
• Station „Reaktion & Wandel“
• Station „Übertragung in die Gegenwart“
Text-Bild-Vergleich: Den biblischen Text lesen und mit der filmischen Fassung vergleichen – was wurde neu interpretiert, weggelassen, visuell hervorgehoben?
Hausaufgabe / Projekt: Schülerinnen und Schüler entwerfen eine moderne Begegnungsszene, in der jemand eine Offenbarung erlebt (Text, Bild, Audio) und stellen sie vor
Reflexion & Bewertung
Sorge dafür, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur das visuelle Erlebnis wahrnehmen, sondern theologische Fragen entwickeln
Ermutige kritische Nachfragen: Warum wurde diese Szene so gewählt? Welche Rollen spielen Gestik, Bildwahl, Abstände?
Am Ende eine Rückmeldung im Plenum: Jeder nennt einen Impuls, den er mitnimmt
Optional: schriftliche Reflexion oder Impulsfrage als Hausaufgabe