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Religionen Podcast | Deutschlandfunk Kultur

Religionen Podcast | Deutschlandfunk Kultur

Als Jüdin oder Jude geboren – Judentum als Religion und Volkszugehörigkeit

Veröffentlichung:1.10.2025

Das Audio „Als Jüdin oder Jude geboren? Judentum als Religion und Volkszugehörigkeit“ aus der Sendung Religionen von Deutschlandfunk Kultur beschäftigt sich mit der Frage, was jüdische Identität ausmacht und weshalb sich das Judentum nicht allein als Religion beschreiben lässt. Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche jüdische Selbstverständnisse sowie die Verbindung von Religion, gemeinsamer Geschichte, kultureller Tradition und Zugehörigkeit zum jüdischen Volk. Das Audio erläutert, dass die Frage „Wer ist jüdisch?“ innerhalb des Judentums unterschiedlich beantwortet wird und sowohl religiöse als auch kulturelle und familiäre Aspekte eine Rolle spielen. Darüber hinaus werden die Bedeutung der Halacha, die Möglichkeit der Konversion sowie verschiedene Strömungen des Judentums vorgestellt. Das Medium trägt dazu bei, verbreitete Missverständnisse über jüdische Identität aufzugreifen und zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit dem Judentum anzuregen.

Die Deutschlandfunk-Kultur-Sendung Religionen vom 28. September 2025 widmet sich in der Episode „Als Jüdin oder Jude geboren – Judentum als Religion und Volkszugehörigkeit“ der Frage, wie das Judentum zwischen religiöser Zugehörigkeit und kulturell-ethnischer Identität verstanden werden kann. Jens Rosbach beleuchtet, dass das Judentum in einzigartiger Weise sowohl eine Religion als auch eine Form kollektiver Volkszugehörigkeit ist. Jüdisch zu sein bedeutet nicht nur, einer Glaubensgemeinschaft anzugehören, sondern oft auch, Teil einer jahrtausendealten Tradition, Kultur und Geschichte zu sein.

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Das Audio eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe, da es grundlegende Fragen nach religiöser Identität, Zugehörigkeit und Gemeinschaft behandelt. Die Lernenden erkennen, dass sich das Judentum von vielen anderen Religionen dadurch unterscheidet, dass religiöse, kulturelle, historische und familiäre Aspekte eng miteinander verbunden sind. Dadurch wird ein vertieftes Verständnis jüdischen Lebens ermöglicht und zugleich ein wichtiger Beitrag zum Abbau von Vorurteilen und antisemitischen Stereotypen geleistet.

Zu Beginn der Unterrichtseinheit bietet sich eine Sammlung von Vorstellungen der Lernenden zu den Begriffen Religion, Volk, Kultur, Herkunft und Identität an. Anschließend hören die Lernenden das Audio und notieren Aussagen dazu, wodurch jüdische Identität beschrieben wird. Im Unterrichtsgespräch werden anschließend die verschiedenen Dimensionen jüdischer Zugehörigkeit herausgearbeitet. Dabei wird deutlich, dass sich jüdische Identität nicht auf eine einzige Kategorie reduzieren lässt.

Zur Vertiefung können biblische Texte über den Bund Gottes mit Israel sowie Auszüge aus der Tora herangezogen werden. Ebenso bietet sich ein Vergleich verschiedener religiöser Zugehörigkeitsvorstellungen an. Die Lernenden untersuchen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Judentum, dem Christentum und dem Islam hinsichtlich der Fragen nach Gemeinschaft, Glauben und religiöser Identität. Auf diese Weise werden sowohl theologisches Wissen als auch interreligiöse Kompetenzen gefördert.

Methodisch eignet sich das Audio für Hörverstehensaufgaben, Partnergespräche, Gruppenarbeit oder strukturierte Diskussionen. Denkbar sind auch Fallbeispiele, in denen unterschiedliche Lebensgeschichten jüdischer Menschen betrachtet werden. Dabei reflektieren die Lernenden, welche Bedeutung Familie, Tradition, Religion und persönliche Glaubenspraxis für die eigene Identität besitzen können. Das Audio eröffnet zugleich Möglichkeiten, über Vielfalt innerhalb des Judentums zu sprechen und unterschiedliche religiöse Ausprägungen kennenzulernen.

Darüber hinaus leistet das Medium einen wichtigen Beitrag zur Demokratiebildung und zur Antisemitismusprävention. Die Lernenden setzen sich mit der Vielfalt jüdischen Lebens auseinander und erkennen, dass pauschale Vorstellungen dem Selbstverständnis jüdischer Menschen nicht gerecht werden. Dadurch werden Empathie, Perspektivenübernahme und ein respektvoller Umgang mit religiöser und kultureller Vielfalt gefördert.


Die Sendung verdeutlicht, dass diese doppelte Dimension immer wieder Fragen aufwirft: Wer gilt als Jüdin oder Jude? Nur der oder die, die nach religiösen Kriterien (etwa durch die Mutter) hineingeboren wurden, oder auch jene, die durch Übertritt dazugehören? Wie wirkt sich dieses Verständnis in säkularen Kontexten aus, in denen jüdische Identität stärker als kulturelle Herkunft betont wird? Zugleich wird thematisiert, dass das Judentum durch Verfolgung, Diaspora und Antisemitismus geprägt wurde – und genau daraus auch ein starkes Bewusstsein kollektiver Zugehörigkeit erwuchs.

Für den Religionsunterricht eignet sich das Thema, um mit Lernenden über verschiedene Dimensionen religiöser Identität nachzudenken: religiös, kulturell, ethnisch. Es sensibilisiert dafür, dass Religion nicht immer allein eine Glaubensfrage ist, sondern oft auch mit Herkunft, Geschichte und Gemeinschaft verbunden ist. Lernende können Parallelen zu eigenen Identitätsfragen ziehen und reflektieren, wie Mehrfachzugehörigkeiten das Leben bereichern, aber auch belasten können.


Fragestellungen zum Audio mit Antworten


Warum lässt sich das Judentum nicht nur als Religion beschreiben?

Das Audio macht deutlich, dass das Judentum neben dem Glauben auch eine gemeinsame Geschichte, kulturelle Traditionen und die Zugehörigkeit zum jüdischen Volk umfasst. Deshalb verstehen viele jüdische Menschen ihre Identität sowohl religiös als auch kulturell oder familiär.


Welche Bedeutung hat die Frage „Wer ist jüdisch?“

Das Audio zeigt, dass diese Frage innerhalb des Judentums unterschiedlich beantwortet wird. Religiöse Traditionen und verschiedene jüdische Strömungen vertreten teilweise unterschiedliche Auffassungen darüber, wer als jüdisch gilt.


Kann man zum Judentum übertreten?

Ja. Das Audio erläutert, dass eine Konversion grundsätzlich möglich ist. Sie erfolgt nach einem geregelten Verfahren und wird von jüdischen Gemeinden begleitet. Danach gilt die betreffende Person als jüdisch.


Welche Rolle spielt die Familie für die jüdische Identität?

Familie, Herkunft und Tradition sind wichtige Bestandteile jüdischen Lebens. Viele religiöse Bräuche, Feste und Werte werden innerhalb der Familie weitergegeben und prägen das Selbstverständnis jüdischer Menschen.


Welche Bedeutung hat das Audio für den Religionsunterricht?

Die Lernenden erkennen die Vielfalt jüdischer Lebensformen und setzen sich mit unterschiedlichen Formen religiöser und kultureller Identität auseinander. Gleichzeitig lernen sie, Vorurteile zu hinterfragen und jüdisches Leben differenziert wahrzunehmen.


Welche Kompetenzen erwerben die Lernenden durch die Arbeit mit dem Audio?

Die Lernenden beschreiben jüdische Identität aus religiöser, kultureller und historischer Perspektive, unterscheiden verschiedene Verständnisse von Zugehörigkeit, entwickeln interreligiöse Kompetenzen und reflektieren Fragen von Identität, Gemeinschaft und Vielfalt.

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