Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Grundschule sowie für die Arbeit in kirchlichen Gruppen. Die einzelnen Lektionen können unabhängig voneinander oder als zusammenhängende Unterrichtseinheit eingesetzt werden. Zum Einstieg bietet sich ein Unterrichtsgespräch über Orientierung, Vertrauen, Hunger nach Gemeinschaft, Licht in dunklen Situationen oder den Wunsch nach Hoffnung an. Diese Erfahrungen schaffen einen lebensweltlichen Zugang zu den Bildworten Jesu. Während der Erarbeitung können die biblischen Erzählungen gelesen, nacherzählt und mit den jeweiligen Ich bin Aussagen verbunden werden. Bildbetrachtungen, Erzählphasen und Gesprächsimpulse unterstützen das Verstehen der symbolischen Sprache Jesu. Die symbolischen Aussagen können gemeinsam erschlossen und mit Erfahrungen aus dem Alltag der Lernenden in Beziehung gesetzt werden. Kreative Arbeitsformen wie das Gestalten von Symbolbildern, das Anlegen einer Lernlandkarte zu den einzelnen Ich bin Worten, das Schreiben eigener Gebete, das Verfassen persönlicher Gedanken oder das Erstellen eines Symbolheftes ermöglichen eine vertiefende Auseinandersetzung. Ebenso eignen sich Rollenspiele, Standbilder, Partnergespräche und Gruppenarbeiten, um die Bedeutung der biblischen Botschaft handlungsorientiert zu erschließen. Eine abschließende Reflexion über die Frage, welche Ich bin Aussage für das eigene Leben besonders bedeutsam erscheint, fördert die persönliche Auseinandersetzung mit dem Glauben. Die Arbeit mit den Ich bin Worten stärkt das symbolische Verstehen biblischer Sprache, erweitert die religiöse Sprachfähigkeit und eröffnet Gespräche über Vertrauen, Hoffnung, Gemeinschaft, Orientierung und den Glauben an Jesus Christus. Gleichzeitig unterstützt das Medium die Entwicklung eines reflektierten christlichen Selbstverständnisses und lädt dazu ein, die Zusagen Jesu mit eigenen Erfahrungen in Beziehung zu setzen.
Die Unterrichtsstunde bietet zunächst eine Einführung mit exegetischen und theologischen Erläuterungen zu Personen, Ort, Zeit und zentralen Begriffen. Der Einstieg erfolgt über einen Sinnesimpuls mit frischen Brötchen, der den Hunger symbolisch erfahrbar macht und zum Bibelvers hinführt. Im Hauptteil wird die biblische Erzählung von der Speisung der Fünftausend in sechs Schritten dargestellt, jeweils mit kindgerechter Sprache, Symbolhandlungen und Anwendungsimpulsen. Dabei werden Glaube, Vertrauen und das Weitergeben von Gottes Liebe betont.
Das Rahmenprogramm vertieft die Inhalte über kreative und spielerische Elemente. Der Lernvers (Joh 6,35) wird mit Bewegungen eingeübt. Das Quiz „Brötchen sammeln“ wiederholt den Inhalt spielerisch, während der „Brötli-Lauf“ als Stafettenspiel die Geschichte handlungsorientiert erfahrbar macht. Weitere Spiele wie das „Petit Beurre Wettessen“ oder das „Atomspiel“ greifen zentrale Motive der Erzählung (Hunger, Gemeinschaft, Versorgung) auf.
Zwei Bastelarbeiten ergänzen die Lektion: Kinder können eigene Brötchen backen und ein Brotkörbchen aus Filz gestalten, das an die übrig gebliebenen Körbe erinnert. Abschließend bietet ein Ausmalbild und Rätselblatt Gelegenheit zur ruhigen Vertiefung.