Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Grundschule sowie in den unteren Jahrgangsstufen der weiterführenden Schule. Die Geschichte eröffnet den Lernenden einen lebensnahen Zugang zu den Themen Annahme, Wertschätzung, Gemeinschaft und Menschenwürde. Sie knüpft unmittelbar an Erfahrungen der Lernenden an, da jedes Kind Situationen kennt, in denen es willkommen war oder sich ausgeschlossen gefühlt hat. Dadurch entsteht ein persönlicher Bezug zur biblischen Erzählung.
Als Einstieg kann die Frage gestellt werden, wann sich Menschen willkommen fühlen und welche Situationen sie erleben, wenn sie ausgeschlossen werden. Die Lernenden können eigene Erfahrungen schildern und Gemeinsamkeiten entdecken. Anschließend bietet sich das Ansehen des Videos mit einem Beobachtungsauftrag an. Die Lernenden achten beispielsweise darauf, wie die Jünger handeln, warum Jesus anders reagiert und welche Bedeutung die Kinder in der Geschichte erhalten.
Nach dem Video können die einzelnen Handlungsschritte gemeinsam rekonstruiert und in die richtige Reihenfolge gebracht werden. In einem Unterrichtsgespräch lässt sich herausarbeiten, warum Jesus die Kinder in die Mitte stellt und weshalb ihr Vertrauen zum Vorbild für Erwachsene wird. Ebenso kann die Frage behandelt werden, welche Menschen heute manchmal übersehen oder ausgeschlossen werden und wie christliches Handeln aussehen kann.
Methodisch bieten sich Rollenspiele an, in denen die Lernenden die Perspektiven der Kinder, der Jünger, der Mütter und Jesu einnehmen. Auch Standbilder oder kurze Dialoge ermöglichen eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Gefühlen der beteiligten Personen. Kreative Aufgaben wie das Gestalten eines Willkommensplakates, das Schreiben einer Einladung aus der Sicht Jesu oder das Formulieren eigener Segenswünsche fördern die persönliche Aneignung der biblischen Botschaft.
Das Video eignet sich außerdem zur Einführung oder Vertiefung der Jahreslosung „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen“. Die Lernenden können überlegen, wie dieser Satz im Schulalltag, in der Familie oder im Freundeskreis sichtbar werden kann. Dadurch wird die Verbindung zwischen biblischer Botschaft und eigenem Handeln gestärkt und christliche Werte wie Offenheit, Nächstenliebe, Respekt und Gemeinschaft werden lebensnah erschlossen.
Fragestellungen zum Video mit Antworten
Warum bringen die Mütter ihre Kinder zu Jesus?
Sie wünschen sich, dass Jesus ihre Kinder segnet, ihnen Aufmerksamkeit schenkt und ihnen zeigt, dass Gott sie liebt.
Warum wollen die Jünger die Kinder wegschicken?
Die Jünger glauben, dass die Kinder Jesus stören und dass die Erwachsenen wichtiger sind.
Wie reagiert Jesus auf das Verhalten der Jünger?
Jesus fordert die Jünger auf, die Kinder zu ihm kommen zu lassen. Er macht deutlich, dass sie willkommen sind und dass niemand sie aufhalten soll.
Warum stellt Jesus die Kinder als Vorbild dar?
Kinder vertrauen, freuen sich und nehmen Gottes Liebe offen an. Diese Haltung möchte Jesus auch bei Erwachsenen sehen.
Welche Botschaft vermittelt Jesus den Kindern?
Jesus zeigt ihnen, dass sie wichtig sind, dass Gott sie liebt und dass sie bei ihm jederzeit willkommen sind.
Welche Bedeutung hat die Geschichte für das Zusammenleben?
Sie macht deutlich, dass niemand ausgeschlossen werden soll. Jeder Mensch verdient Respekt, Aufmerksamkeit und Wertschätzung.
Welche Verbindung besteht zwischen dieser Geschichte und anderen Begegnungen Jesu?
Wie bei Zachäus, Levi oder kranken Menschen zeigt Jesus auch hier, dass er sich besonders den Menschen zuwendet, die leicht übersehen oder ausgeschlossen werden. Jeder Mensch ist für ihn wertvoll.
Was können Lernende aus dieser Geschichte für ihren Alltag mitnehmen?
Sie können lernen, andere Menschen freundlich aufzunehmen, niemanden auszugrenzen und jedem mit Respekt zu begegnen. Die Geschichte ermutigt dazu, offen auf andere zuzugehen und selbst dazu beizutragen, dass sich Menschen willkommen fühlen.