Die Unterrichtsstunde „Ich besitze, also bin ich“ mit drei Seiten thematisiert kritisch die Bedeutung von Besitz und Konsum in modernen Gesellschaften. Es zeigt auf, wie stark individuelles Selbstwertgefühl und soziale Beziehungen an Eigentum gekoppelt sind und welche Folgen diese Orientierung haben kann. Historisch wird dies mit dem mittelalterlichen Armutsstreit und der franziskanischen Idee des „Usus pauper“ kontrastiert, die ein Leben ohne Besitz, aber mit verantwortungsvollem Gebrauch propagiert. Ergänzend werden Bezüge zu Suchtphänomenen – etwa Alkohol- oder Arbeitssucht – hergestellt, die aus einer übermäßigen Fixierung auf Besitz, Leistung und Absicherung entstehen können. Das Material enthält zudem konkrete Arbeitsaufträge zur Recherche, Diskussion und Selbstreflexion der Lernenden.