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Evangelische Landeskirche Württemberg

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Maria Magdalena wird geheilt und geht mit Jesus

Veröffentlichung:1.1.1970

Das Medium „Maria Magdalena wird geheilt und geht mit Jesus“ besteht aus zwei Arbeitsblättern mit einer kindgerecht formulierten biblischen Erzählung und sechs farbigen Bildern, die den Weg Maria Magdalenas von ihrer Krankheit bis zu ihrer Entscheidung für die Nachfolge Jesu darstellen. Maria Magdalena leidet unter Trauer und Schmerzen, die von ihren Mitmenschen mit sieben bösen Geistern in Verbindung gebracht werden. Ihre Freundin Susanna erzählt ihr von Jesus und begleitet sie zu ihm. Durch die Begegnung mit Jesus und die Erfahrung der Liebe Gottes wird Maria geheilt. Voller Freude entscheidet sie sich, Jesus zu begleiten und gemeinsam mit ihm Gottes Liebe zu verkünden. Die Lernenden lesen die Geschichte, schneiden die Bilder aus, bringen sie in die richtige Reihenfolge und ergänzen vorgegebene Symbole für Trauer, Schmerzen, böse Geister, Gott, Liebe und Heilung in den entsprechenden Sprechblasen und Gefühlsfeldern. Abschließend erzählen sie die Geschichte mithilfe der Bilder und Symbole nach. Das Medium verbindet die Auseinandersetzung mit einer biblischen Frauengestalt mit kreativen, sprachfördernden und handlungsorientierten Aufgaben.

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Das Medium eignet sich insbesondere für den Religionsunterricht in der Grundschule sowie für einen differenzierten Unterricht in Lerngruppen mit unterschiedlichen sprachlichen und kognitiven Voraussetzungen. Im Mittelpunkt steht die Begegnung Maria Magdalenas mit Jesus, durch die sie Heilung, Annahme und eine grundlegende Veränderung ihrer Lebenssituation erfährt. Die Lernenden erschließen die Bedeutung von Gottes Liebe und Zuwendung und erkennen, dass Jesus Menschen in ihrem Leid wahrnimmt, ihnen Wertschätzung entgegenbringt und ihnen neue Lebensperspektiven eröffnet. Zugleich lernen sie Maria Magdalena als eine bedeutende Frau aus dem Umfeld Jesu kennen, die nicht nur Heilung erfährt, sondern sich bewusst für ein Leben in seiner Nachfolge entscheidet. Damit eröffnet das Medium Zugänge zu zentralen religiösen Themen wie Vertrauen, Hoffnung, Gemeinschaft, Heilung, Gottesliebe und Nachfolge.

Als Einstieg empfiehlt sich ein Unterrichtsgespräch über unterschiedliche Gefühle und persönliche Erfahrungen mit Traurigkeit, Schmerzen, Angst, Einsamkeit und Trost. Die Lernenden können überlegen, wie sich Menschen fühlen, wenn sie krank sind oder unter einer belastenden Situation leiden, und was ihnen in solchen Momenten Hoffnung und Zuversicht geben kann. Dabei sollte die persönliche Beteiligung freiwillig bleiben. Alternativ können die Lernenden anhand einer fiktiven Person über Gefühle und mögliche Hilfen nachdenken. Anschließend kann die Lehrkraft die erste Szene der Geschichte vorstellen und die Lernenden dazu anregen, Vermutungen über Maria Magdalenas Lebenssituation anzustellen. Durch die Betrachtung der Figuren, ihrer Körperhaltung und ihrer Beziehung zueinander entwickeln die Lernenden erste Vorstellungen von den Gefühlen und Bedürfnissen der dargestellten Personen. Die Geschichte wird anschließend gemeinsam gelesen oder von der Lehrkraft vorgelesen. Dabei können zentrale Begriffe wie Heilung, böse Geister, Gottesliebe und Nachfolge geklärt werden. Besonders die Vorstellung von den sieben bösen Geistern sollte behutsam erläutert werden. Die Lernenden können erfahren, dass Menschen zur Zeit Jesu Krankheiten und seelische Belastungen teilweise mit religiösen Vorstellungen erklärten, die sich von heutigen medizinischen Erklärungen unterscheiden. Wichtig ist dabei die Verdeutlichung, dass Krankheiten keine Strafe Gottes darstellen und Menschen unabhängig von ihrer gesundheitlichen Situation Gottes Liebe und Zuwendung erfahren können.

In der Erarbeitungsphase beschäftigen sich die Lernenden zunächst mit den sechs Bildern der Geschichte. Sie betrachten die dargestellten Szenen und überlegen, welche Ereignisse jeweils zu erkennen sind. Anschließend schneiden sie die Bilder aus und bringen sie entsprechend dem Verlauf der Erzählung in die richtige Reihenfolge. Zur Orientierung können die Lernenden die einzelnen Textabschnitte erneut lesen und mit den Bildern vergleichen. Die richtige Abfolge wird durch die Eintragung der Zahlen in die vorgesehenen Felder festgehalten. Danach werden die Bilder geordnet in das Heft geklebt. Diese Arbeitsphase fördert das genaue Beobachten, das sinnentnehmende Lesen sowie die Fähigkeit, zeitliche und inhaltliche Zusammenhänge einer Erzählung zu erkennen. Gleichzeitig werden durch das Ausschneiden, Anordnen und Einkleben feinmotorische Fähigkeiten und die selbstständige Arbeitsorganisation angesprochen. Für Lernende mit Unterstützungsbedarf können die Bilder bereits ausgeschnitten bereitgestellt oder einzelne Szenen gemeinsam besprochen werden. Leistungsstärkere Lernende können die Reihenfolge eigenständig begründen und die Bedeutung einzelner Begegnungen für den weiteren Verlauf der Geschichte erläutern.

Ein wesentlicher Bestandteil des Mediums ist die Arbeit mit den vorgegebenen Symbolen. Die Zeichen für Trauer, Schmerzen, böse Geister, Gott, Liebe und Heilung ermöglichen eine zusätzliche visuelle Erschließung der Erzählung. Die Lernenden suchen die entsprechenden Begriffe im Text und übertragen die passenden Symbole in die Sprechblasen und Gefühlsfelder der Bilder. Dadurch werden sprachliche Informationen mit bildlichen Darstellungen verknüpft. Diese Verbindung unterstützt insbesondere Lernende mit Schwierigkeiten beim Lesen und Verstehen längerer Texte. Die Symbole bieten zudem eine wichtige Gedächtnisstütze für das spätere Nacherzählen. Die grauen Gefühlsfelder können genutzt werden, um die Belastung Maria Magdalenas und die Veränderung ihres inneren Erlebens bewusst wahrzunehmen. Im gemeinsamen Gespräch kann herausgearbeitet werden, wie sich Marias Gefühle im Verlauf der Erzählung verändern und welche Bedeutung die Begegnung mit Jesus dabei besitzt. Die Lernenden können beschreiben, wie Maria zunächst von Trauer und Schmerzen geprägt ist und durch die Erfahrung von Gottes Liebe neue Freude und Hoffnung gewinnt.

Im Anschluss erzählen die Lernenden die Geschichte mithilfe der geordneten Bilder und der eingetragenen Symbole nach. Diese Aufgabe kann zunächst in Partnerarbeit durchgeführt werden, damit die Lernenden Gelegenheit erhalten, ihre Gedanken zu formulieren und sprachliche Sicherheit zu gewinnen. Danach können einzelne Lernende die Geschichte im Unterrichtsgespräch vorstellen. Die Bilder unterstützen die Orientierung am Handlungsverlauf und erleichtern die freie Wiedergabe der Erzählung. Für die sprachliche Differenzierung können einfache Satzanfänge angeboten werden, beispielsweise „Maria ist traurig, weil …“, „Susanna erzählt Maria …“, „Jesus sagt zu Maria …“ oder „Am Ende entscheidet Maria …“. Lernende mit erweiterten sprachlichen Fähigkeiten können die Geschichte aus der Perspektive Maria Magdalenas oder Susannas erzählen und dabei Gedanken, Gefühle und Beweggründe der Figuren ergänzen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, einzelne Szenen als Rollenspiel oder Standbild darzustellen. Dabei setzen sich die Lernenden intensiver mit den Beziehungen zwischen den handelnden Personen auseinander und entwickeln ihre Fähigkeit zur Perspektivübernahme.

Für die religiöse Vertiefung bietet sich insbesondere die Aussage Jesu „Gut, dass du da bist. Gott hat dich lieb.“ an. Diese Worte verdeutlichen die zentrale Botschaft des Mediums, dass jeder Mensch von Gott angenommen und geliebt wird. Die Lernenden können überlegen, welche Bedeutung diese Zusage für Maria Magdalena besitzt und weshalb sie ihr Hoffnung und Vertrauen schenkt. Im Unterrichtsgespräch kann die Frage aufgegriffen werden, wie Menschen anderen zeigen können, dass sie wertvoll und willkommen sind. Dadurch wird eine Verbindung zwischen der biblischen Erzählung und dem sozialen Miteinander in der Lerngruppe hergestellt. Die Lernenden erkennen, dass Zuwendung, Aufmerksamkeit, Trost und gegenseitige Unterstützung wichtige Ausdrucksformen menschlicher Gemeinschaft sind. Zugleich kann thematisiert werden, dass die Erfahrung von Liebe und Annahme Menschen ermutigen kann, selbst liebevoll und verantwortungsbewusst zu handeln.

Ein weiterer didaktischer Schwerpunkt liegt auf Maria Magdalenas Entscheidung, Jesus nachzufolgen. Die Lernenden können untersuchen, warum Maria nach ihrer Heilung nicht einfach in ihr bisheriges Leben zurückkehrt, sondern Jesus begleiten möchte. Dabei wird deutlich, dass die Begegnung mit Jesus für Maria nicht nur eine persönliche Veränderung bedeutet, sondern auch den Wunsch weckt, anderen Menschen von Gottes Liebe zu erzählen. Maria Magdalena wird dadurch als eigenständige und aktive Nachfolgerin Jesu sichtbar. Die Lehrkraft kann diesen Gedanken aufgreifen und die Bedeutung von Frauen in der Gemeinschaft Jesu thematisieren. Ergänzend lässt sich auf die biblische Überlieferung in Lukas 8,1 bis 3 verweisen, in der Maria Magdalena als eine von Jesus geheilte Frau genannt wird, die zu seinem Umfeld gehört. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass die konkreten Dialoge und die ausführliche Darstellung der Heilung im Medium eine kindgerechte erzählerische Ausgestaltung sind und nicht in dieser Form im biblischen Text stehen. Eine weiterführende Beschäftigung mit Maria Magdalena als Zeugin der Auferstehung Jesu kann den Lernenden verdeutlichen, dass ihre Bedeutung für die christliche Überlieferung weit über ihre Heilung hinausreicht.

Zur Ergebnissicherung können die Lernenden ihre fertigen Bilderfolgen präsentieren und gemeinsam die wichtigsten Stationen der Geschichte wiederholen. Anschließend kann jedes Kind eine Szene auswählen, die es besonders wichtig findet, und seine Entscheidung begründen. Ebenso können die Lernenden einen Satz formulieren, der die zentrale Botschaft der Geschichte zusammenfasst, oder eine zusätzliche Sprechblase gestalten, in der Maria ihre Gedanken und Gefühle ausdrückt. Eine kreative Vertiefung bietet die Gestaltung eines Bildes zur Frage, wie Maria Magdalena sich vor und nach ihrer Begegnung mit Jesus fühlt. Auch ein gemeinsames Gespräch darüber, wie Menschen anderen Mut machen und Hoffnung schenken können, eignet sich als Abschluss. Insgesamt ermöglicht das Medium einen anschaulichen, handlungsorientierten und differenzierten Zugang zur biblischen Überlieferung. Durch die Verbindung von Textarbeit, Bildbetrachtung, Symbolgestaltung und mündlichem Erzählen werden religiöse Wahrnehmungsfähigkeit, sprachliche Ausdrucksfähigkeit, Empathie und biblisches Verständnis gefördert. Gleichzeitig werden die Lernenden dazu angeregt, über die Bedeutung von Gottes Liebe, menschlicher Zuwendung und persönlicher Veränderung nachzudenken.

Medien, die Teil des aufgelisteten Materials sind und in weiteren Kontexten Verwendung finden können.

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28.10.2026

Umfang: Anregung

Schulbereich: Primarstufe

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Jesus Christus (Hessen | Primarstufe 1/2).

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Rheinland-Pfalz

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