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TheoWebFelicitas Held

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Felicitas Held

Poster: Tod und Sterben als Thema in der Konfirmandenarbeit

Veröffentlichung:1.5.2026

Wenn Jugendliche im Konfirmandenunterricht über Tod und Trauer sprechen – erreichen wir damit eigentlich alle? Eine empirische Studie mit fast 300 Konfirmand*innen nutzt die Wertefeld-Forschung, um herauszufinden, wie Konfirmandenarbeit heterogene Jugendliche in ihren existenziellen Fragen wirklich erreicht.

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Wie können Konfirmandinnen und Konfirmanden in ihrer Heterogenität bei existenziellen Fragen zu Tod, Sterben und Trauer wirklich erreicht werden? Diese zentrale Frage motiviert ein Dissertationsprojekt, das sich empirisch mit jugendlichen Vorstellungen und Alltagserfahrungen auseinandersetzt. Die Studie verbindet dabei bewusst ein persönliches Thema, das viele Jugendliche bewegt und zugleich im christlichen Glauben verankert ist, mit der religionspädagogischen Praxis der Konfirmandenarbeit. Der Forschungsansatz ist interdisziplinär angelegt und zieht theologische, psychologische und jugendwissenschaftliche Perspektiven heran. Besonders innovativ ist die Anwendung der Wertefeld-Forschung nach Gennerich, die es ermöglicht, unterschiedliche Lebensstiltypen von Jugendlichen zu identifizieren und ihre Bedürfnisse differenziert zu erfassen. Die bisherige Forschung zeigt eine Lücke: Während Jenseitsvorstellungen Jugendlicher untersucht wurden oder Bewältigungsmodelle für Trauer nach Todesfällen vorliegen, fehlt es an Erkenntnissen über die Vorstellungen, Empfindungen und Coping-Strategien einer ganzen Jahrgangsgruppe von Konfirmand*innen im Regelfall—also ohne spezielle Trauererfahrungen. Die Erhebung befragte 278 Konfirmand*innen und 144 Teamer*innen aus zwei evangelischen Landeskirchen mittels Fragebögen. Die quantitative Auswertung erfolgte deskriptiv und faktoranalytisch, während qualitative Antworten inhaltsanalytisch ausgewertet wurden. Erste Ergebnisse zeigen empirisch, dass Handlungsbedarf besteht: Konfirmand*innen äußern geringere Zufriedenheit mit der Themeneinheit Tod und Sterben im Vergleich zur Konfirmandenarbeit insgesamt, und es gibt unterschiedliche Zielvorstellungen zwischen Teamer*innen und Konfirmand*innen. Die Wertefeld-Methode erweist sich als hilfreich, um diese heterogenen Bedürfnisse sichtbar zu machen und konkrete Anregungen für eine differenzierte Gestaltung zu entwickeln.

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