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Helga Kohler-SpiegelTheoWeb

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„In Religion fühl’ ich mich wohl.” Emotionales Lernen in der Grundschule

Veröffentlichung:1.5.2026

Wie lernen Babys, Gefühle zu verstehen – und warum ist das entscheidend für die Grundschule? Der Artikel zeigt, wie emotionale Entwicklung in sicherer Bindung wurzelt und wie Lehrkräfte emotionale Kompetenzen gezielt fördern können.

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Emotionale Kompetenz ist eine Schlüsselfähigkeit für die Lebensgestaltung – und sie wird von Anfang an gelernt. Der Beitrag erschließt systematisch, wie Kinder bereits als Säuglinge durch feinfühlige Interaktionen mit ihren Bezugspersonen lernen, Gefühle wahrzunehmen, zu verstehen und zu regulieren. Im Zentrum stehen dabei Mechanismen wie Affektabstimmung und das Spiegeln von Emotionen, die neurowissenschaftlich durch die Entdeckung von Spiegelneuronen erklärbar werden. Diese frühen Erfahrungen bilden die Grundlage für sichere Bindung und ermöglichen es dem Kind, die eigenen Gefühle sowie die anderer Menschen immer besser zu erfassen und angemessen darauf zu reagieren. Aufbauend auf diesen entwicklungspsychologischen Grundlagen zeigt der Artikel, wie emotionale Entwicklung und soziale Entwicklung ineinander verwoben sind: Emotionale Fähigkeiten entstehen im sozialen Diskurs und bilden zugleich die Basis für soziales Lernen. Der Text differenziert präzise zwischen Gefühlen als subjektivem Erleben, Emotionen als komplexem psychophysischem Prozess und Affekten als Zuständen starker emotionaler Erregung. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Frage, wie auch negative Affekte – wenn sie überschaubar bleiben – für die Entwicklung von Selbstregulierungsfähigkeiten notwendig sind. Für die schulische Praxis in der Grundschule leitet der Beitrag daraus ab, wie emotionale Kompetenz gezielt gefördert werden kann: Kinder sollen lernen, Gefühle wahrzunehmen, sie zu verstehen, auszudrücken, zu steuern und zu kontrollieren. Der Text verbindet dabei theoretische Fundierung mit praktischen Ansätzen für den allgemeinen Unterricht und speziell für den Religionsunterricht. Damit wird deutlich, dass die Förderung emotionaler Kompetenzen nicht als isolierte Aufgabe zu verstehen ist, sondern als integrales Element schulischen Lernens, das Kindern hilft, ihre Welt und sich selbst besser zu verstehen.

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