Im folgenden Beitrag werden zentrale Ergebnisse einer Magisterarbeit, die auf Befragungen zu Motiven, Werten, Weltanschauungen und Naturvorstellungen im sozial-ökologischen Engagement des Klosters Schlehdorf basiert, vorgestellt.1 Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, ob und wie sich traditionsreiches Klosterleben und alternative Lebensformen auf Klosterländereien in den weltanschaulichen und religiösen Vorstellungen unterscheiden. Die Auswertung der Befragungen weist zum einen auf deutliche Unterschiede hin, zum anderen zeigt sich aber auch, dass das Ziel der nachhaltigen Bewirtschaftung der Klosterländereien sowie weitere soziale Projekte beide Gemeinschaften verbinden. Man kann diese Kooperation entweder als Bruch mit der Tradition bewerten oder als gelungene und „resiliente“ Transformation. Abgerundet wird der Beitrag durch theologisch-ethische Reflexionen, in denen Impulse aus der Enzyklika Laudato si’ von Papst Franziskus aufgegriffen werden.